drama plus minus eyecandy

Es fühlt sich mehr nach Kinofilm an und weniger nach TV-Serie .

Zugegeben, eigentlich wollte ich zuerst über das Familiendrama berichten, dass ich vor ein paar Wochen beendet hatte. Jedoch mehr oder weniger 40-50 Folgen zu umschreiben ist aufwendig, deshalb müsst ihr euch noch etwas in Geduld üben. Außerdem ist es selten, dass ich bereits mit nur einer Folge einen Einstiegsartikel schreibe, passiert aber gerade …

GOBLIN hatte ich mir schon sehr lange vorgenommen und es sah so aus, als würde daraus nichts werden, aber mein kleines Netbook hatte ein großes technisches Problem … Lange Rede kurzer Sinn, ich habe, weil ich mich weder für ein neues Laptop noch für einen „normalen“ PC entscheiden konnte, kurzerhand einen gebrauchten Laptop gekauft. Spontankäufe wer kennt sie nicht?

Quasi als Bonus profitiere ich von einem größerem Bildschirm und der Möglichkeit in HD zu sehen.

Wobei wir wieder beim Thema sind – GOBLIN, welches Drama wäre unter diesen Gesichtspunkten besser geeignet. Gezielt eingesetzte Effekte, deren Wirkung uns in eine Welt versetzt, in der Goblin, Grim Reaper und noch nicht „verabschiedete Seelen“ unter uns weilen. Ich habe den Grim Reaper bei der Vorstellung des Dramas als Todesengel bezeichnet, denn es fiel mir schwer mich für die Bezeichnung Sensemann zu entscheiden. Gevatter Tod fand ich gänzlich unpassend, denn eigentlich ist er ein „Seelensammler“ und es gibt auch mehr als einen, aber der Begriff selbst existiert im Deutschen nicht, das Problem beim Übersetzen, hier fehlen die passenden Assoziationen.

Beim Weiterschreiben werde ich also den Begriff „Grim Reaper“ benutzen …

Überhaupt hat mich dieses Drama stark zum Nachdenken gebracht wie man generell Dinge übersetzt, denn auch der Goblin ist nur mäßig im Sprachgebrauch, sein deutsches Pendant meine ich, Kobold oder Butzemann. Ja, der von dem im Kinderlied gesungen wird, eine zwergartige Schreckensgestalt. Damit hat sie so gar nichts mit dem Schauspieler, der ihn verkörpert, gemein. Wenn man noch weiter sucht, kommt man auf den Begriff „Korngeist“. Was irgendwie stimmig scheint, bedenkt man, dass der erste Strauß, den der Goblin „seiner vermeintlichen Braut“ schenkt aus Heidekorn (Buchweizen) besteht. Laut Serie steht das Heidekorn für die „Liebenden“. Was ich aber nirgendwo nachlesen konnte. Aber natürlich nährt diese Erklärung den Wunsch die Geschichte des Goblins und seiner Braut weiter zu verfolgen.

Der Goblin ist eine alte Gestalt, ein „lonesome Cowboy“ wäre er von einem anderen Kontinent. Kim Shin ist ein treuer Untergebener seines Königs, Wang Yeo, bis auf einen Befehl. Er widersetzt sich eines ehrenvollen Todes auf dem Schlachtfeld zu sterben. Er hat nicht damit gerechnet, dass sein König und Schwager ihn als eine Bedrohung seinerselbst und des ganzen Königreichs ansieht, denn Kim Shin hat eine andere Person ausgemacht, die dem König an Machtgier und Geltungswahn um Einiges überlegen ist. Viele Todesfälle in der Familie von Wang Yeo gehen auf ihr Konto, aber erst war Yeo zu jung um dies zu bemerken und dann zu vertrauensvoll und abhängig.

Kim Shin wird als Kriegsheld vom Volk gefeiert und verehrt. Yeo wird mit Shins jüngerer Schwester Sun verheiratet, er verliebt sich in sie. An ihm nagen jedoch Selbstzweifel, ein fruchtbarer Boden für Ängste. Es hilft auch nicht, dass sie für ihren Bruder spricht und eine andere Quelle als Bedrohung für den Thron ihres Liebsten erkennt. Wang Yeo will davon nicht wissen. Unfähig ihren Mann von dem schlechten Einfluss seines Beraters zu befreien, erleidet Sun dasselbe Schicksal wie alle, die sich der Macht in den Weg stellen. Als Shin es schließlich wagt ohne des Königs Erlaubnis den Palast zu betreten, gibt es ein Massaker. Sun ist die erste, die von einem Pfeil tödlich getroffen wird.

Shin wird mit dem Schwert, das ihm der König für die Schlacht überließ getötet. Das heißt eigentlich auch wieder nicht, denn er kann nicht sterben und die edle Waffe spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle. Der Krieger ist dazu verdammt weiter auf der Erde zu wandeln für all die Seelen, die er als Soldat ins Jenseits befördert hat. Ein treuer Diener kommt mit seinem Enkel zum vermeintlichen Leichnam und schwört ihm weiterhin zu dienen. Wenig später stirbt der alte Mann, nach ihm steht sein Enkel in Shins Diensten, Generation um Generation hilft ihm die Familie damit seine Identität zu wechseln. Eines kann der Goblin nämlich nicht, altern. Ein Problem für normale menschliche Beziehungen. Der einzige Ausweg, der Goblin muss seine Braut finden, sie allein kann das Schwert aus seiner Brust ziehen. Und ja, das Schwert wird von normalen Menschen nicht gesehen.

Im Heute angekommen ist der Goblin ein beinahe netter Geselle, er wird als Gottheit angesehen, kann man doch eine Bitte äußern, die er unter gewissen Umständen erhört. Er kann aber auch weniger nett, wenn er es mit zwielichtigen Gestalten zu tun bekommt, dann zückt er auch schon mal seine Waffe. Verwirrend ist sie die unbekannte Welt der Goblins und der Grim Reaper, die sich gleichermaßen um fehlgeleitete Seelen kümmern, die lebenden, wie die toten. Manchmal jedoch, wie im Fall von Ji Yun Hee kommen sich die „Kontrahenten“ in die Quere, denn als Ji Yun Hee von einem Auto angefahren wird, ist sie hochschwanger und mit ihrem letzten Atemzug bittet sie darum, jemand möge ihr Kind retten. Es ist niemand anders als Kim Shin, der in dieser kalten Winternacht ihr Flehen hört und weil sie nicht um ihr eigenes Leben bittet, kommt er ihrem Wunsch nach. Als der Grim Reaper, gespielt von Lee Dong Wook, an seinen Einsatzort kommt, findet er nur Reifenspuren im Schnee, eine Blutlache und blühende Kirschblüten vor, jedoch weder die Seele von Yun Hee, noch von der ihres ungeborenen Kindes. Der Grim Reaper besitzt leider keinen eigenen Namen, denn im Gegensatz zum Goblin, den alle seine Erinnerung plagen, hat er keinerlei Erinnerung. Während Kim Shin genau weiß was für Untaten er begangen hat, ist der Grim Reaper damit gestraft nichts von seinem vorherigen Leben zu wissen. Grim Reaper können nur Erinnerungen von Menschen sehen, wenn sie „Hautkontakt“ mit der Person haben. Der Grim Reaper weiß jedoch, dass seine Schuld irgendwann abgetragen ist, dann darf auch seine Seele zur Ruhe kommen. Der Goblin aber braucht seine Braut, ein weibliches Wesen, das in der Lage ist seine große Wunde, das Schwert, zu sehen und dieses aus seinem Körper zu ziehen um seine Existenz zu beenden.

Nun kommt Eun Tak ins Spiel. Eun Tak kann Geister sehen und das schon immer, sie versucht ihnen aus dem Weg zu gehen und Augenkontakt zu meiden. Nicht immer gelingt das. Manchmal hilft sie den Verstorbenen dabei ihnen einen letzten Gefallen zu tun und oft ermöglicht es den Seelen endlich loszulassen und ihren Frieden zu finden. Eun Tak hat aber keine Freunde und seit dem Tod ihrer Mutter an ihrem neunten Geburtstag ist sie ziemlich einsam. Sie lebt bei ihrer Tante zusammen mit Cousin und Cousine. Ihr Zuhause erinnert sehr an die Verhältnisse von Aschenputtel. Die Tante ist wenig begeistert von dem menschlichen Erbe ihrer Schwester, vielmehr interessiert sie, wo all das Geld geblieben ist, das Eun Taks Mutter für sie angespart hat. Selbst Eun Tak weiß nicht, wo das Geld geblieben ist, was ihre Tante nicht glauben will. An ihrem neunzehnten Geburtstag sitzt Eun Tak alleine auf einem Steg mit einer Geburtstagstorte. Sei wünscht sich einen Job, dass sich endlich was mit der Familie der Tante ändert und einen Freund. Sie beendet ihren dringlichen Wunsch mit dem Wort „Bitte“ und bläst die Kerze aus.

Und während Kim Shin gerade eben noch dabei war einen Strauß Heidekorn zu pflücken, wird der Wind heftiger und dann steht er vor Eun Tak. Fassungslos, versucht der Goblin zu begreifen, wie er an diesen Ort gekommen ist, aber auch Eun Tak hat keine Erklärung zu bieten. Verwirrt stehen die Beiden sich gegenüber, der Goblin, weil er Eun Tak nicht einordnen kann und Eun Tak, weil sie ihn für einen Geist hält, der noch nicht zu wissen scheint, dass er einer ist. Kim Shin bestreitet das. Eun Tak lässt sich die Blumen von ihm schenken und sie fangen an über ihre Wünsche zu reden. Shin gibt ihr den Rat sich von ihrer Familie zu verabschieden und tüchtig in ihrem neuen Job in einem Hähnchen-Lokal zu arbeiten. Er löst sich in Rauch auf und bleibt Eun Taks Frage, wie es mit einem Freund aussehe, eine Antwort schuldig.

Während Eun Tak bei zig Hähnchen-Lokalen nach einem Job fragt und Kim Shin mehr als einmal „verflucht“, weil es nicht klappt. Kommt es erneunt zu einer „zufälligen“ Begegnung der Beiden, während Eun Tak ein Feuer von einer unachtsam fortgeworfenen Zigarette löscht, erscheint Shin. Wieder ist er etwas ungehalten, dass sie ihn so einfach zu sich „rufen“ kann, ganz wie es ihr beliebt, aber Eun Tak bestreitet solch eine Fähigkeit zu besitzen. Einige Zeit später sitzt Eun Tak in einer Kirche und ihr kommt eine Idee. Sie zündet eine Kerze an und bläst sie aus und … Tada! Shin erscheint vor ihr. Wenig begeistert davon, dass er ausgerechnet in eine Kirche „zitiert“ wurde, aus der er zu Fuss gehen muss und sich nicht einfach in Rauch auflösen kann. Eun Tak stellt ihn enttäuscht zur Rede, dass keiner ihrer Wünsche funktioniert. Aber Shin meint nur, das wird schon mit dem Job. Als sie sagt, sie möchte zuerst einen Freund. Schaut Shin nur gelangweit und meint, sie solle sich einfach mehr Mühe geben! Weg ist er.

Von ihrer neuen Fähigkeit fasziniert probiert Eun Tak eine App auf ihrem Smartphone, wo man das Bild einer Kerze ausblasen kann. Selbst das funktioniert. Shin ist genervt, dass es „nur“ ein Test war und stellt Eun Tak zur Rede. Sie sagt ihm auf den Kopf zu, dass sie ihn für einen Goblin hält und erzählt ihm nicht ganz ohne Stolz, was die Geister ihr so erzählen, nämlich sie sei die Braut des Goblins. Shin verlangt einen Beweis ihrer Behauptung und fordert eine Beschreibung von sich. Eun Tak bezeichnet ihn als groß, teuer gekleidet und über dreißig. Das ist ihm zu wenig, denn wenn das alles ist was sie sieht, dann ist sie definitiv keine Goblin-Braut und damit für ihn nutzlos. Das bringt Eun Tak in Rage, denn sie wird nicht gerne als nutzlos bezeichnet. Kim Shin eilt zur Tür und während sie aufschwingt und er nach draußen geht hat sich die Außenwelt verändert. Das hier ist nicht länger Seoul in Südkorea, das ist Kanada! Während Eun Tak total fasziniert ausruft, sie werde ihn heiraten, weil sie überzeugt ist, dass er ein Goblin ist. Zu seinem Entsetzung gesteht sie ihm auch gleich noch ihre Liebe. Und Kim Shin sieht etwas ratlos aus hat er doch plötzlich eine Braut am Hals, wie er sie sich in seinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt hat.

Sehr viel ist passiert in den ersten 90 Minuten dieser Serie. Ich konnte nur zum Teil darauf eingehen und hoffe euch etwas Appetit gemacht zu haben. Jedenfalls bekommen die Synapsen beim Zusehen jede Menge Arbeit. Ich habe dann auch fleißig weiter geschaut und es in ein paar Tagen zu Ende gebracht. Aber dazu, später mehr …

 

 

 

 

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