drama plus minus eyecandy

Wenn es um den Humor geht hat mich dieses Drama im Jahr 2016 mit Sicherheit am häufigsten zum Lachen gebracht, und dabei dachte ich am Anfang, dass mir diese Serie zu viel werden könnte.

Im Übrigen erging es mir hier wie bei IT’S OKAY THAT’S LOVE, dass ich bemerkte, wie ich im Bus saß und vor mich hinsummte, „Lovesome“ …

Ich kann ja eigentlich kein Koreanisch, und die paar Sätze, die ich verstehe, notiere ich unter „Drama-Koreanisch“. Ich bin mir ziemlich sicher außer etwa 10 Sätzen würde ich, wenn im normalen Alltag damit konfrontiert nichts verstehen. Aber eingebettet in eine Geschichte, die sich vor meinen Augen abspielt, sieht das schon wieder ganz anders aus.

Vom Koreanischen Titel, und erwartet hier nicht mehr denn die Lautschreibweise „JILTUUI HWASHIN“ erkennen wir darin Hwa Shins Namen, also mit der Übersetzung vom „Eifersüchtigen Hwa Shin“ lägen wir folgerichtig gar nicht so verkehrt. Und wäre das Drama unter diesem Titel gelaufen, hätte das mitunter manchen Aspekt in ein etwas anderes Licht gerückt. Was bei mir selbst jedoch egal gewesen wäre, denn DON’T DARE TO DREAM war genau mein Ding. Und mit ihm habe ich meinen Dramakonsum für 2016 auf einem hohen Level abgeschlossen, was sich richtig gut anfühlt.

Es waren auch viele kleine Details bei den Bildern, z.B. blinkende Toilettenmännchen, Ampelmännchen und das Dekor auf einem Hartschalenkoffer, das einen Sonnenuntergang zeigt, wohlgemerkt einen „bewegten“ Sonnenuntergang …

Wer es nicht gesehen hat, kann damit vielleicht nicht viel anfangen, deshalb geht es jetzt …

 

Zurück zu Lee Hwa Shin. Er kommt zu Beginn irgendwie immer als arrogantes Arschloch ‚rüber. Ich werde jetzt auch nicht behaupten, dass dem nicht so ist und jeder ihn nur missversteht, da würde ich lügen, er kann eins sein, manchmal auch ein ziemlich großes und in seinem Job sehen wir auch, dass er es genießt Leute, die Dreck am Stecken haben bloß zu stellen. In der Geschichte hat am meisten Pyo Na Ri unter seinen Launen zu leiden. Er provoziert gerne und begründet all sein Handeln mit seinem Sinn von Ethik bei der Arbeit, diesen fragwürdigen Ansatz benutzt er auch in seiner Familie. Er ist ziemlich von sich selbst überzeugt, hält sich für fair und objektiv. Das wird von seinem Umfeld ziemlich oft anders gesehen. Überhaupt hat Hwa Shin viel mehr Menschen, die man als seine Feinde bezeichnen könnte, denn als Freunde. Eigentlich hat er nur einen Freund Go Jung Won und was für ein Freund das ist!

Hwa Shin bestreitet zuerst, dass sein bester Kumpel auf Na Ri stehen könnte. Begründung: Weil ihr Geschmack bei Frauen ziemlich ähnlich ist, um nicht zu sagen identisch. (Selbsterkenntnis gehört nicht unbedingt zu Hwa Shins Stärken.) Deshalb macht er anfangs noch ziemliche (niveaulose) Witze darüber. Er wird erst nachdenklicher, als er sich mit der Diagnose „seines“ Brustkrebs auseinander setzen muss. Bei diesem Thema ist wiederum ausgerechnet Na Ri die Fachfrau, ihre Großmutter starb daran, nachdem etliche Jahre zuvor schon Na Ris Mutter daran verstorben war.

Bei Hwa Shin löst die Krankheit nicht nur ein lebensbedrohliches Szenario aus, mehr als das eigentliche Problem der Krankheit kämpft er mit einem möglichen Imageverlust, damit einher geht die Angst um den Verlust seiner Männlichkeit und seines Jobs als Fernsehjournalist, wobei sein Job eigentlich auch sein Leben ist. Er versucht seine Erkrankung geheim zu halten und Na Ri wird seine einzige Verbündete.  Es sind die kleinen Dinge, die sie tut um ihn zu decken und seine Gesundheit zu schonen, die Hwa Shin mehr und mehr dazu bringen sich langsam gegenüber Na Ri zu öffnen.

Bevor er weiß wie ihm geschieht hat er sich in Pyo Na Ri verliebt, aber gemäß einem alten Sprichwort „Was sich liebt das neckt sich!“, war er das vielleicht schon länger. Ausgerechnet Na Ri, die seit Jahren für denselben TV-Sender als Wetterfee arbeitet und die noch immer keine Festanstellung hat. Zu Hwa Shins schlimmsten Problem wird, dass Na Ri die Frau ist, in dies sich sein bester Kumpel verliebt. Und so steht er an einem Wendepunkt an dem er nicht nur Kratzer an seinem Image verkraften muss, sondern auch seine lebenslange Freundschaft zu Go Jung Won auf den Prüfstand gerät, hatten die Beiden doch vor Jahren schon einmal ein ähnliches „Problem“.

Es ist beinahe unglaublich wie rücksichtslos Hwa Shin sich um einer guten Story willen engagiert, aber wenn es darum geht sich seine Zuneigung zu Na Ri einzugestehen, das unendlich lange dauert. In der Zwischenzeit gelingt es Hwa Shin sich das ein oder andere Mal zum Idioten zu machen, mit reger Beteiligung durch Jung Won. Wenn er dann nahezu handlungsunfähig erscheint, weil er seinen Freund weder verletzen noch verlieren will, erscheint sogar Hwa Shin menschlich. Einen kurzen Moment ist er versucht dem Gefühl nachzugeben und Jung Won das Feld Na Ri zu überlassen. Auf Grund seiner Erkrankung wachsen seine Selbstzweifel, er hält sich selbst für unattraktiv, sein Ego fällt ins Bodenlose, wenn er sich selbst die Fähigkeit abspricht ein potentieller Ehemann und Vater sein zu können.

Nun ist abzusehen das es ein Happy End geben wird und auf dem Weg dahin einiges an Alkohol die Kehlen hinunterläuft, Oktopusse sich in Anzügen verfangen und kleine Kunstwerke von Na Ris jüngstem Bruder nicht unwesentlich dazu beitragen Hwa Shins „Kartenhaus“ der Selbstverleugnung zum Einsturz zu bringen. Wie bereits erwähnt mag ich die kleinen Kleinigkeiten in diesem Drama. Ganz besonders aber die Figuren, die komplette Sippe vom der TV-Crew, seinen Ex-Schwägerinnen, dem zeitweise a-sexuellen Nudelrestaurantbesitzer, Hwa Shins zickige Nichte und alle anderen nichterwähnten …

Wenn Jo Jung Suk zum Abschluss dann noch ins Mikrofon trällert bleiben fast keine Wünsche mehr offen. Ich werde ihn vermissen Hwa Shin und seinen ganzen Clan, denn irgendwie ist hier jeder mit jedem verwandt, oder wird es in naher Zukunft sein …

Fazit: Oft sind die kleinen Dinge im Leben die entscheidenden, deshalb lohnt es sich genauer hinzusehen.

 

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