drama plus minus eyecandy

Wenn, ich nur nicht immerzu an Chiaki denken müsste …

In der Tat die Befürchtungen, die ich im Bezug auf dieses Drama hatte haben sich bestätigt. Irgendwie werde ich nicht warm damit. Mir war schon klar, dass die Koreaner einiges an der Geschichte ändern würden und auch vieles „gefälliger“ oder auch „gesellschaftsfähiger“ werden würde, aber wie viel am Ende fehlt, lässt sich nach gesehen 4 Folgen noch nicht vollends sagen.

(Leider bin ich noch immer den „Bericht“ zur japanischen Serie schuldig, das hole ich irgendwann nach, dieses Jahr noch, sind ja nur noch 4 Monate.)

Chiaki, das japanische Original ist ein Original, sie ist mutig, direkt und geht öfter mal Bauch über Kopf inklusive der Konsequenzen. Bei Chiaki ist der Weg das Ziel, sie lebt im Moment und denkt später über die Folgen nach, aber sie ist nicht gänzlich ohne Verantwortung. Im Job, will sie Top-Ergebnisse und tut alles mögliche dafür, selbst wenn ihr das sehr viel Flexibilität abverlangt.

Wahei, der japanische Sang Shik ist um einiges pedantischer, er versucht immer geradlinig zu sein, aber im Bemühen niemanden vor den Kopf zu stoßen, manche würden das als diplomatisch bezeichnen, drückt er sich oft ziemlich unpräzise aus, was im Privatleben für reichlich Verwirrung sorgt. Beruflich ist er unheimlich direkt, auch hier macht er es am liebsten allen Recht, wenn es im Rahmen der Vorschriften bleibt. Und er trennt auch gerne das Private vom Geschäftlichen, wobei er fast einen Zweitjob hat, wenn es darum geht seine Familie zu managen, denn die meisten seiner Familienmitglieder tun was immer sie wollen und unterscheiden sich dadurch deutlich von ihm selbst.

Das sind die Hauptcharaktere vom japanischen Original grob umschrieben.

Jetzt habe ich im Austausch dafür Min Joo und Sang Shik, wie in der Vorlage begegnen sich die beiden immer wieder unter weniger glücklichen Umständen und sie können den jeweils Anderen nicht wirklich leiden, weil jeder vom Anderen das Schlimmste annimmt. Denn beim Bewerten von Menschen haben beide den schnellen Blick, aber man kann sich ja auch mal irren …

Min Joo ist Mitte 40 und lebt mit den damit verbundenen Ängsten, wie lange kann ich mich im Job halten, wird jemand Jüngeres auf meinem Stuhl landen? Bei ersten Hitzewallungen glaubt sie bereits in den Wechseljahren angekommen zu sein. Alles nicht so einfach, wenn man in diesem Alter keine eigene Familie hat, wo sie vor 2o Jahren niemals damit gerechnet hat – sie ist eine von den Übriggebliebenen.

Nach außen gibt sie sich ziemlich souverän, niemand würde auf Anhieb vermuten, dass sie an manchen Tagen in ein großes Loch fällt, aus dem sie nur ihre beruflichen Pflichten und ihre beiden besten Freundinnen befreien können. In dieser Zeit beschließt sie eine Bleibe für sich und ihre Single-Freundinnen, eine „Altersresidenz“, zu finden. In die sie am Ende doch alleine einzieht, was nicht weiter problematisch ist, denn da gibt es ja die neuen Nachbarn.

Sang Shik mag das Oberhaupt der Familie sein, aber seine pubertierende Tochter kümmert sich um sich selbst. Seine Schwester lebt in ihrer eigenen kleinen Welt. Sein „Bruder“ war lange im Ausland und scheint deshalb umso mehr den eigenen 4 Wänden zugetan. Seine Schwester geht mit ihrem Mann und Sohn ein und aus, wann immer es ihr beliebt, auch wenn sie weiß, dass es ihrem Bruder missfällt. Und bei allen zeigt er Verständnis, manchmal versucht er einem ihrer Probleme auf den Grund zu gehen, aber meist belässt er es beim Status Quo.

Für Min Joo ist so etwas wie den Status Quo zu bewahren fremdes Terrain. Der Mensch lebt, also verändert er sich, also wandelt sich auch die Welt um ihn … Ihr Credo ist nach dem Hinfallen aufzustehen, währen Sang Shik am Liebsten jedes Stolpern vermeiden würde, und das nicht nur bei sich, sondern bei jedem seiner Lieben. Für Sang Shik ist Min Joo jemand auf der Überholspur, ohne Rücksicht auf Verluste, aber als er sie näher kennenlernt muss er sein erstes Urteil revidieren. Viel schneller im Erkennen von Min Joos Qualitäten ist Jun Woo, er verliebt sich in sie und ist bereit für eine Beziehung mit ihr. Min Joo hat damit zu kämpfen, dass sie knapp 10 Jahre älter ist als er, sie fühlt sich nicht wohl bei dem Gedanken, aber Jun Woo schafft es sie zu überzeugen es wenigstens zu versuchen.

Ist Min Joo wirklich bereit für eine neue Beziehung?

Nur einmal in ihrem Leben hat ihre Liebe gereicht um vor dem Traualtar zu landen, aber das Schicksal hat es anders gewollt …

Min Joo begreift nur sehr langsam, dass sie wirklich nicht alleine alt werden will.

Aber ist Jun Woo der Richtige?

Sie versucht es. Denn Versuch macht klug. Aber ist versuchen nicht eine Kopfsache und sollten Gefühle nicht von Herzen kommen?

Min Joo braucht jemanden bei dem sie ihr Herz ausschütten kann und immer öfter ist das Sang Shik, der ähnlich wie sie eine Liebe verloren hat. Der im gleichen Alter wie sie ist und der auch im Beruf immer wieder seine Position behaupten muss. Eh sie sich versieht ist sie mehr oder minder Bestandteil dieser neuen Familie und alle heißen sie willkommen an der Seite von Jun Woo …

Aber ist das wirklich Min Joos Platz im Leben?

Und warum verändert Sang Shik plötzlich seine Haltung ihr gegenüber und scheint sie fast in Jun Woos Arme zu drängen? Er zieht sich mehr und mehr zurück. Sang Shik trägt schon seit Jahren ein Geheimnis mit sich herum, das er bisher niemandem anvertraut hat. Es hat mit Min Joo zu tun, es betrifft ihre Vergangenheit und könnte selbst jetzt noch ihre Zukunft beeinflussen.

 

Ich habe immer noch Probleme, wie die Figuren in der koreanischen Serie angelegt sind. Sie sind steril gegenüber dem Original, ich wünschte sie hätten einen anderen Titel verwendet, aber egal. Es ist ein Fakt den ich akzeptieren muss, möchte ich das Drama auf angenehme Weise beenden. Und ich fürchte, ich werde es wohl zu Ende verfolgen, schon allein aus dem Interesse heraus, ob und wie die Handlung und die Figuren weiter verändert wurden. Dabei macht es an den Stellen immer noch Spaß, an denen ich vergessen kann, dass es bereits einmal in Japan ein Drama mit dem Titel SECOND TO LAST LOVE gab, sogar mit einer Folgestaffel.

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