drama plus minus eyecandy

Ich habe mich ziemlich schnell auf das Drama eingelassen und mich auch ratzfatz durch die einzelnen Folgen „gekämpft“. Kein schwerer Kampf mit dem Drama, mehr mit meinem Zeitmanagement, wie es so schön heißt. Lee Seo Jin ist wieder einmal besetzt, wie schon so oft in seinen früheren Dramen kantig, erfolgsorientiert, mit einem weichen Kern unter rauer Schale …

Aber, sind wir doch mal ehrlich, ist es nicht diese Art Drama, bei dem wir uns beruhigt in unsere Decke kuscheln können, denn wir wissen genau, wo der Hase lang läuft und am Ende alles gut wird … Das wird es doch?

In der Vorankündigung haben wir erfahren, dass Han Ji Hoon schon einmal als Musiker gearbeitet hat (Indiz in seiner Wohnung steht ein Schlagzeug.) und so wie es aussieht war das entweder während seines Studiums in New York (Lee Seo Jin spricht ausnehmend gut Englsich, im Vergleich zu so manch anderem Schauspieler, der nach angeblichem Studium in den USA nur bruchstückartig irgendwelchen Kauderwelsch von sich gibt. Und Überraschung er hat tatsächlich an der New York University einen Abschluss gemacht.)

Aber zurück zu Han Ji Hoon, der in diesem früheren Leben, oder seiner Rebellphase noch ein weiteres Geheimnis hatte nämlich eine Freundin. Eine mit der er scheinbar ein anderes Leben führen wollte, aber sein dominanter Vater hat ihm das wohl ausgetrieben.

Denn als Zuschauer lernen wir Ji Hoon kennen, als loyalen Sohn, der sich akribisch auf seine Arbeit konzentriert und sich ansonsten ziemlich bedeckt gibt. Wir merken allerdings auch, dass er gegenüber seiner Mutter und seinem älteren Bruder loyal ist. Der ideale Zweitgeborene so scheint es, mit einem Schönheitsmakel natürlich. Seine offizielle Mutter ist nicht seine biologische Mutter. Die ist eine extrem labile Frau geworden, geblendet von den Versprechen Ji Hoons Vater in eine Beziehung gerutscht, die sie so nicht wollte. Vater Han hat ihr nämlich verschwiegen, dass er verheiratet ist. Dann war es auch schon zu spät, sie war schwanger. Zuerst zog sie Ji Hoon alleine groß, sein Vater ließ sich nur dann und wann blicken. Irgendwann hielt Ji Hoons Mutter es nicht mehr aus, sie begriff, dass er sich nie für sie würde entscheiden und gab Ji Hoon zu seinem Vater. Danach versuchte sich das Leben zu nehmen, was misslang, von da an war ihr bester Freund der Alkohol, bis zum heutigen Tag. Bis ihre Leber so angegriffen war, dass nur noch eine Lebertransplantation hilft. Ji Hoon ist gefangen zwischen der Liebe zu seiner Mutter und deren Verzweiflung ihren Sohn im Han Haushalt triumphieren zu sehen.

Ein Triumph ist für Ji Hoon nur in Maßen drin. Sein älterer Bruder als Erbe vorgesehen, denn er ist der wahre legitime Erbe. Ji Hoons Stellung nach außen kaum zu unterscheiden, unterliegt ganz klar dem Wohlwollen seiner Stiefmutter, die im ersten Moment nett erscheint, aber ihr Gift wohldosiert abgibt und von Ji Hoon erwartet nur Unterstützer seines Bruders zu sein, nicht Konkurrenz. Ji Hoons Vater dagegen ein Geschäftsmann, der mit allen Wassern gewaschen ist und dieselben Maßstäbe bei seiner Familie anlegt, was keinen Profit bringt wird gnadenlos abgemahnt. Nur was Erfolg verspricht wird unterstützt. Was wiederum verständlich macht, dass das Selbstbewusstsein seines älteren Bruder etwas leidet, nicht jedoch seinen Hang gleich auf alles einprügeln zu wollen, was ihm nicht zu Willen ist. Den Willen alle unter zu buttern, hat er jedoch definitiv vom Vater.

Wie passt nun Kang Hye Soo in dieses Bild? Eigentlich gar nicht. Ich will hier auch nicht aufführen unter welchen Umständen Ji Hoon und Hye Soo sich kennen lernen. Nur soviel, Hye Soo wird in Ji Hoons Restaurant angestellt, als Köchin. Ihr Gehalt wird jedoch nicht ausreichen für die Schulden, die ihr Ehemann als Erbe hinterlassen hat. Seit 7 Jahren zahlt sie nicht viel mehr als Zinsen und Zinseszins, bei jeder Bank hätte sie den Kredit wahrscheinlich schon doppelt zurück gezahlt, aber wir reden hier von den „Men in Black“, den koreanischen Kredithaien. Hye Soos Mann starb bereits vor der Geburt der gemeinsamen Tochter Eun Sung. Und jetzt schlägt sie sich so durch. Gott sei Dank hat sie eine beste Freundin, die ihr helfend zur Seite steht, wann immer die Not am größten ist.

Und dann kommt Ji Hoon und mit ihm die Diagnose Hirntumor, die sie wahrscheinlich nie, oder zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt bekommen hätte, hätten sich ihre Wege nicht gekreuzt. Ji Hoon braucht eine Spenderleber für seine Mutter und Hye Soo stellt sich als ideale Spenderin heraus. Ideal ist der Fall in mehrfacher Sicht. Hye Soo kann ihre Schulden los werden und Eun Sung ein Fundament für eine bessere Zukunft legen, in der sie wahrscheinlich nicht mehr da sein wird.

Nur ein klitzekleines Problem gibt es, um zu spenden muss Hye Soo ein Mitglied der Familie Han sein …

Die einzige Lösung – sie muss Ji Hoon heiraten. Die Papiere sind schnell erledigt, aber sie müssen auch noch das Gremium überzeugen, dass darüber entscheiden muss, ob alles auch den legalen Bestimmungen entspricht. Denn eine „gekaufte“ Organspende ist eine Straftat und wird mit Gefängnis bestraft. Aber auch diese Hürde schaffen sie, selbst Eun Sung gibt sich irgendwann geschlagen, dass Mama ausgerechnet diesen lauten Ahjussi heiraten will, der so gar nichts nettes an sich zu haben scheint. Aber Ahjussi hat bekanntlich einen weichen Kern und so wie er sich auf einmal den Straßenkatzen annimmt, die Eun Sung in ihr Herz geschlossen hat, stiehlt sich langsam dieses kleine Wesen in seines.

Kompliziert wird es als die Verlobung seines Bruders in die Brüche geht, denn niemand anderes ist seine Braut, als Ji Hoons Studentenliebe Na Yoon. Die nicht verstehen kann, dass er sich nicht zu ihr bekennt. Als erfolgreiche Harfinistin und gutaussehende Tochter aus reichem Hause ist sie es gewohnt zu bekommen was sie will. Deshalb schlägt sie Vater Han einen Deal vor, dem ist es ganz egal, welcher Sohn sie heiratet, Hauptsache es kommt zu einer Verbindung der beiden Familien.

Und so ist Hye Soon plötzlich mitten drin in Ji Hoons Familienproblemen.

Und Ji Hoon steht plötzlich ganz neuen Herausforderungen gegenüber.

Und es wird noch eine ganze Menge Wasser den Han herunter fließen bis dieses Drama zu Ende ist.

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