drama plus minus eyecandy

Fast etwas befremdlich klingt das Koreanisch in meinem Ohr nach der monatelangen Pause. Rein emotional lässt sich diese Zeit nicht in Zahlen ausdrücken. Aber irgendwie hat es doch gut getan, sich einfach mal wieder vor den Bildschirm zu klemmen und in knapp einer Woche ganze 6 Folgen zu verschlingen.

Bei Familiendramen nehme ich oftmals mehr Folgen in Augenschein, bevor ich etwas darüber schreibe, aber in Anbetracht dessen, dass ich so lange abstinent war, … Jucken meine Finger einfach viel zu sehr!

Und immer wieder kommt was dazwischen, jetzt bin ich auf dem Stand von 8 Folgen.

Viele Familienmitglieder auf allen Seiten.

Es geht um die Beziehung von Lee Sang Tae und Ahn Mi Jung, denn Sang Tae hat zwei Kinder und Mi Jung drei.

2+3=5, daraus ergibt sich der Titel „FÜNF KINDER“.

Die Geschichte setzt früher ein, wir lernen Sang Tae kennen, der entgegen dem normalen Brauchtum als ältester Sohn nicht bei seinen Eltern lebt. In einer der ersten Folgen macht uns eine Szene darauf aufmerksam warum.

Im ersten Moment scheint es einfach nur praktisch für ihn bei seinen Schwiegereltern und der Schwägerin zu leben, während er arbeitet, kümmern sich die Großeltern um die Kinder. Seit dem Tod seiner Frau nimmt er sich gerne seiner Mitmenschen an und hilft, wo immer er kann. Eine gewisse Neigung zum Helfersyndrom lässt sich nicht verleugnen. Er ist ein durch und durch sympathischer Mann, der ins Geheim die Jahre zählt bis seine Kinder alt genug sind sich selbst zu versorgen, auf eigenen Beinen stehen, denn dann so hat er beschlossen möchte er wieder mit seiner Frau „zusammen sein“. Er hält sein Herz für gebrochen und unfähig sich noch einmal zu verlieben.

Sang Taes Eltern haben ein Restaurant und im ersten Moment glaubt man, seine Schwiegereltern hätten einen Anteil daran, dabei war es Sang Taes hart erarbeitetes Geld, dass in das Geschäft geflossen ist. Sang Taes Mutter leidet darunter, dass die Schwiegereltern alles für sich in Anspruch nehmen und von Sang Tae als „ihrem“ Sohn sprechen, aber nichts scheint sich an der Situation ändern zu lassen. Da hat Sang Taes Mutter die Idee ihren Sohn wieder zu verheiraten, aber bitte eine unverheiratet, junge Frau, die weder Kinder hat noch arbeitet.

Nebenbei bleibt zu erwähnen, dass Sang Tae noch zwei Geschwister hat, seinen Bruder Lee Ho Tae, der beinahe ein berühmter Regisseur hätte werden können, wäre nur … Sowie Lee Yun Tae, die Jüngste der Familie frischgebackene Lehrerin und seit Jahren verliebt in einen jungen Mann, für den sie mehr Kumpel als Frau ist. Yun Tae hat besonders unter ihrer Schwippschwägerin Jin Joo zu leiden, wovon ihr mehr sehen könnt, wenn ihr euch auf die Serie einlasst.

Und dann kommt der Tag, an dem Ahn Mi Jung in derselben Firma zu arbeiten beginnt wie Tae Sang, der sich als ihr Abteilungsleiter entpuppt. Dass die Beiden sich auf Anhieb sympathisch wären, wäre zu viel des Guten. Aber sie achten den Arbeitseinsatz des Anderen und ergänzen sich bestens, vorerst nur beruflich.

Als Mi Jung in Bedrängnis gerät ist Sang Tae zur Stelle. Bei Engpässen in der Firma bewährt sich Mi Jung mehr als einmal als „Feuerwehrfrau“. Umgekehrt, wann immer sich eine unliebsame Situation für Mi Jung ankündigt ist Sang Tae da, der Retter in der Not, der Held der Tages, … Schnell erfährt Sang Tae von Mi Jungs bescheidenen Lebensumständen, dass sie bisher die Scheidung von ihrem Mann vor ihrer Großmutter, die mit ihr und den drei Kindern zusammenlebt, geheim gehalten hat. Mi Jung hat ihrer Großmutter außerdem verschwiegen, dass ihr Ex-Mann In Chul mit ihrer besten Freundin aus Kindertagen ein Verhältnis hatte, die er dann nach der Scheidung auch geheiratet hat. Um das Fass vollzumachen, der Unterhalt für die Kinder zahlt nicht ihr Ex-Mann, sondern dessen Schwiegermutter.

Nachvollziehbar, dass Mi Jung den Verrat ihrer alten Freundin So Young nicht verzeihen kann. Als So Young und In Chul in der Nachbarschaft mit dem Geld der Schwiegermutter (vielmehr noch unter deren Anweisung) eine Bäckerei aufmachen, sind die Konflikte vorprogrammiert. Denn Mi Jungs Familie wähnt den „Ernährer“ im gelobten Land der Vereinigten Staaten, wo er unter Entbehrungen mutterseelenallein die Brötchen verdient um seinen Lieben ein gutes Leben zu ermöglichen.

Als Mi Jungs Kartenhaus um das traute Familienleben zusammenfällt (vorerst nur für die Großmutter, die Kinder tappen noch länger im Dunkeln) ist Song Tae wieder an ihrer Seite. Er macht ihr Mut und trocknet ihre Tränen im übertragenen Sinne, denn so schnell schießen die Preußen nicht werden wir bei Familienserien nicht „intim“.

Nichtsdestotrotz kommen sich die Beiden näher und durch diese Nähe wird erst klar, wie einsam sie wirklich sind, obwohl so viele Menschen um sie herum wuseln. Es ist ihnen zu wünschen, dass sie einen Menschen an ihrer Seite haben an den sie sich anlehnen können. Mit dem Format Familiendrama ist auch davon auszugehen, dass Mi Jung und Sang Tae ein Paar werden, mit all den widrigen Umständen von ihrem Ex und der Familie von Sang Taes erster Frau könnte es auch etwas schneller gehen. (Hoffe ich, Druck von außen, schweißt oftmals fester zusammen.) Die Kinder, bis auf Mi Jungs Jüngste gehen auf die gleiche Schule und kennen sich, die Mädchen scheinen sich zu mögen, wohingegen die Jungs gut ohne einander könnten.

Reichlich Stoff, gutes Tempo, sehr gute Schauspieler. Ich mag die Titelmelodie nicht wirklich, aber sonst. Keine absolut neue Handlung, aber genug von allem um eine gute Geschichte erzählen zu können. Es lässt sich jedenfalls gut an.

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