drama plus minus eyecandy

Irgendwie wünschte ich mir noch immer der Titel HELLO MONSTER hätte sich durchgesetzt. Der große Vorteil des Dramas, es arbeitet sehr subtil, und erschreckenderweise kann man sich in jede Figur hineinfühlen, auch wenn man das manchmal gar nicht möchte. Alles ist nachvollziehbar, machbar und deshalb auch beängstigend …

Dennoch wird man nach dem Konsum dieses Dramas nicht zum Stubenhocker, der sich nur noch in seinen eigenen Wänden sicher fühlt.

Zur Erinnerung:

++++* ist das Beste, was in meiner Wertung passieren kann.

Frohes Lesen!

Gründe die für und gegen das Drama sprechen:

Jang Nara  ++++*

Seo In Guk  ++++*

Park Bo Gum ++++*

Choi Won Young  ++++*

Lee Chun Hee  ++++*

Dear Cloud – Remember OST +++*

Story, Tempo, Spannung, Regie, Kamera, Musik ++++*

Wer das sieht, wird unschwer erkennen, hier handelt es sich um einen meiner Lieblinge des Jahres.

 

Irgendwie hatte ich mir schon gewünscht, dass sie IHN kriegen. Aber vielleicht ist ER auch nur ein Symbol, dass das Brutale, das Grenzwertige, das Böse unter uns weilt. Es nie ganz aus dem Leben auszumerzen ist …

Mit IHN kriegen meinte ich jetzt nicht ihren Liebsten, sondern vielmehr die Verkörperung des „Bösen“ in diesem Drama – Lee Joon Ho. Er wird von Choi Won Young gespielt, den wir sonst in „harmloseren“ Rollen sehen dürfen.

Lee Joon Ho als die Wurzel allen Übels zu bezeichnen wäre jedoch zu einfach, denn dieses Drama zeichnet nicht in Schwarzweiß, es hat Grautöne, viele Schattierungen, manche offensichtlich und andere kaum erkennbar im Schatten. Und das ist auch, das Erfolgsgeheimnis dieser Geschichte, die nur deshalb funktioniert, weil sie uns ständig beschäftigt und mit neuen Informationen versorgt. Die uns nach der Schuld fragen lässt, wie nach der Abfolge des Seins von Huhn oder Ei, wer war zuerst da?

Lee Joon Ho ist hochintelligent und will allen Opfern auf seine Weise helfen nicht ebenfalls Opfer zu werden, aber manchmal fordert er von den so Geretteten „Gefallen“ zurück und macht sie doch irgendwie zum Opfer, auch wenn er es nur als notwendiges Übel sieht, das man in Kauf nehmen muss, um das Große und Ganze durch zu setzen.

In seinem Wahn macht er bei seinen „vermeintlich“ guten Taten auch „Fehler“, er hat ein gestörtes Bild von Menschen und nimmt sein Umfeld anders war, als jemand der seine Erfahrungen nicht teilt.

Als Opfer sehen sich auch Lee Hyun und Cha Ji Ahn, in all dem Wust an Morden und Katastrophen, die sie umgeben macht es Freude ihnen zuzusehen. Auch ihre Interaktionen mit Menschen sind geprägt von ihren Erfahrungen und der Ausbildung, die sie genossen haben. Zusammen versuchen sie, die Fälle zu lösen und sich einen Teil ihrer Vergangenheit zurück zu holen.

Schließlich sind sie am Ziel und nachdem man als Zuschauer einen tiefen Einblick in das Leben der einzelnen Figuren hat, fragt man sich auch, wie soll man ihnen gerecht werden?

Opfer?

Täter?

Monster?

In jedem von uns steckt ein Stück. Wie damit umgehen?

Und kann man jedem Täter eine zweite Chance gewähren?

Existieren Monster einfach so, als Laune der Natur, oder sind sie vom Menschen gemacht?

 

Auch, wenn die Einschaltquoten in Korea ziemlich niedrig waren, für mich eines der besten Dramen in 2015. Das ganze Zusammenspiel der Besetzung wunderbar.

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