drama plus minus eyecandy

Ich hatte beinahe den Glauben daran verloren dieses Drama zu Ende zu sehen, aber dann habe ich mich doch von Folge zu Folge durch gehangelt …

Welche Faktoren es mir verdammt schwer gemacht haben dieses Drama zu mögen? Denn leider, leider sind es mehrere. Und leider, leider kann ich nicht behaupten, dass es bei mir den gleichen Stellenwert einnehmen kann wie z. Bsp. BEYOND THE SKY / FULL SUN.

Ich war erst einmal erfreut über die Besetzung, denn ich habe von so ziemlich jedem Schauspieler, der an Bord dieses Dramas war mindestens eine Rolle in Erinnerung, die mich begeistern konnte (selbst wenn das Drama nicht der Burner war).

Joo Sang Wook als

  • Cha Jung Woo in CUNNING SINGLE LADY
  • Jo Min Woo in GIANT
  • Wolya in QUEEN SEON DEOK
  • Park Jae Woo in KIMCHEED RADISH CUBES

Kim Sun Ah als

  • Lee Yeon Jae in SCENT OF A WOMAN
  • Shin Mi Rae in CITY HALL
  • Kim Sam Soon in MY NAME IS KIM SAM SOON

Uhm Ki Joon als

  • Chae Eun Suk in SCENT OF A WOMAN
  • Song Gyu Ho in THE WORLD THAT THEY LIVE IN

Jun Kwang Ryul als

  • Jang Min Ho in SWALLOW THE SUN

Aber um meinen „Frust“ loszuwerden erst einmal eins vorweg, das Drama ist für mich einfach keine „runde Sache“ geworden. Es wirkt nicht homogen.

Es ist viel Stoff für 16 Folgen, aber anstatt sich prall und dynamisch anzufühlen, wie man es von einem Drama, das sich selbst mit dem Label Action und Thriller ausstattet erwartet, mangelt es an einigem.

Spoilerallergie? Dann spätestens jetzt aufhören zu lesen.

Ja, ich muss etwas ins Detail gehen und sollte man überlegen das Drama zu sehen könnte es vielleicht die letzten Spannungsmomente killen.

Auch, wenn Ha Dae Chul, die Hauptfigur ist: Staatsanwalt, maskiert nicht zu vergessen. So wie der Charakter angelegt oder ausgearbeitet, oder vielleicht auch nur dargestellt wurde brach es für mich das Rückgrat der Serie. Er ist eigentlich kein Held, wird aber in den Trailern als solcher vermarktet. Er ist ein Tollpatsch, dafür aber zu geschickt im Nahkampf. Und er hat mehr Glück als Verstand ohne das es witzig rüberkommt.

Besonders bemüht scheint das Drama in „der“ Actionszene des Dramas, okay ist gibt noch ein paar mehr, aber keine andere in der Dae Chul mit dem „Bike“ tanzt. Eine Nahkampfszene möchte ich dann doch lieber mit agierenden Standmen sehen, denn durch die vielen Schnitte nur um die Reaktionen der Hauptdarsteller in Großaufnahme einzufangen wirkt das ganze leider kontraproduktiv, schon beinahe zum Lachen und nicht bedrohlich. Mir erging es jedenfalls so. Lieber habe ich einen Kampf den ich mit halb geschlossenen Augen verfolge, als einen der sich wie Kaugummi hinzieht und den dann auch die eingesetzte Musik nicht retten kann.

In Dae Chuls Leben ist so viel los, vielleicht zu viel. Er wurde als kleiner Junge von seiner Mutter ausgesetzt, sie ist für ihren Erstgeborenen eine echte Rabenmutter. Sie hat inzwischen den Mann geheiratet, der die Geschäftsidee von Dae Chuls Vater geklaut hat. Mit der haben sie inzwischen ein Vermögen angehäuft, von dem sie es sich gut gehen lassen. Immer mal wieder brauchen sie es auch um jemanden zu kaufen oder um ihn mundtot zu machen, auf die einfachere Art oder die langfristige. Außerdem haben sie einen gemeinsamen Sohn, Kang Hyun Woong, und da scheinbar jeder glaubt es sei gut einen Vertreter dieses Berufstandes in der Familie zu haben, ist auch dieser wie sein großer Bruder, von dem er nichts weiß, Staatsanwalt.

Dae Chuls Vater ist auf der Flucht, weil er angeblich ein Spitzel für Nordkorea ist, eine Intrige hinter der nicht nur Hyun Woongs Vater steckt. Jahre später taucht er wieder auf mit einer falschen Identität. Dae Chul und sein Vater ziehen zusammen und der Sohn wird „überredet“ mehr zu lernen um Staatsanwalt zu werden, dabei ist Dae Chul wahrlich keine „Leuchte“. Um seinem Vater zu seinem Recht zu verhelfen und die wahren Übeltäter zu verurteilen geht der Junge darauf ein.

Den letzten Anstoß bekommt er aber von Yoo Min Hee, für ihn Liebe auf den ersten Blick. Aber Min Hee hat selbst ihr „Päckchen“ zu tragen, ist sie doch ein „Produkt“ aus einer Vergewaltigung. Ihre Mutter hat die Gewalttat nie richtig verwunden und sie stirbt als Min Hee noch sehr jung ist. Min Hee wächst bei ihrem Onkel Ji Dong Chan auf, der wiederum einen Wrestling-Club besitzt. In dem entdeckt Dae Chul sein Talent fürs „Austeilen“. Nach seinem ersten Testkampf gibt sich Min Hee unbeeindruckt, denn sie hält nicht viel von Männern, noch weniger von Möchtegern-Machos, sie will Polizistin werden um diese „Testosterongesteuerten“ aus der Gesellschaft zu verbannen. Und wenn Dae Chul noch Ermutigung für seine Berufswahl gebraucht hat, dann hilft Min Hees „… er könne es ja noch mal bei ihr probieren, wenn er wirklich Staatsanwalt geworden ist“ ungemein.

Also prallen alle Charaktere Jahre später wieder aufeinander, wenn sie nicht mehr ganz so jung und knusprig sind. Hyun Woong, Dae Chul und Min Hee sind alle Single, was es einfacher macht, wenn nicht jeder von ihnen einen guten Grund hätte, das es so ist. Hyun Woong fühlt sich zu Min Hee hingezogen, aber jeder braucht nur einen flüchtigen Blick auf seine Eltern zu werfen, um zu wissen, dass Traum und Realität in dieser Welt keine Einheit bilden. Er müsste auf vieles verzichten um Min Hee auf seine Seite ziehen zu können und je weiter er sich im Drama entwickelt um so weiter rückt eine Zukunft mit Min Hee in die Ferne, denn als Polizistin kennt Min Hee keine Familie und keine Freunde. Sie gehört nicht zu denen, die mal ein Auge zudrücken, wenn es ein Kapitalverbrechen ist und sie bekennt sich nicht wirklich zu ihrer Weiblichkeit, sie hat andere Pläne. Das wiederum ist eine Eigenschaft die Dae Chul an Min Hee mag, ihre Unbeugsamkeit. Manche missverstehen es auch als Stärke, aber es ist viel Trotz dahinter und der unverrückbare Wille die „Anderen“ nicht ungeschoren davon kommen zu lassen. Dae Chul hat einen sehr, sehr weichen Kern, oft gibt er ihm nach, aber dennoch hat er Grundsätze, die er nie aufgibt, im Gegensatz zu seinem kleinen Bruder, der nach dem Motto lebt „Besondere Umstände brauchen besondere Maßnahmen“. Nur einmal schreitet er ein, als Min Hee in Gefahr ist. Aber da übertrumpft ihn Dae Chul, denn er ist bereit mehr zu riskieren. Auch sich selbst. Während Hyun Woong sich mehr sich selbst und seiner Familie verpflichtet sieht.

Ein Punkt, der Dae Chul kurz ins Schwanken bringt. Wie viel Rücksicht muss er gegenüber seiner Mutter und seinem Halbbruder aufbringen? Aber die Frage beantwortet sich selbst, denn „seine“ Familienmitglieder nehmen keinerlei Rücksicht auf ihn.

Min Hee erfährt irgendwann, wer ihr Vater ist. Ein Schwerstkrimineller, der schon lange auf ihrer Liste ganz oben ist. Er versucht sie auf seine Seite zu ziehen, aber sie geht nicht darauf ein. Nur ihre kleine Schwester sorgt dafür, dass Min Hee einen Schwachpunkt hat, der sie und Dae Chul in große Gefahr bringt.

Natürlich erzähle ich dennoch nicht wie das Ende ist.

Sagen wir es mal so, es gibt sehr viele traurige Figuren mit einem ebenso traurigen Ende.

Ich war dann einfach nur froh, dass es vorbei war.

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Schlagwörter-Wolke

%d Bloggern gefällt das: