drama plus minus eyecandy

Ich hab es geschafft und MY UNFORTUNATE BOYFRIEND beendet.

Eigentlich müsste ich gar nicht viel darüber schreiben, denn es ist nicht sehr originell. Das was mir gut gefiel, war die Kulisse …

 

Man muss vielleicht wirklich begeisterter Fan einer der beteiligten Schauspieler sein um mehr in dem Drama zu sehen, als wirklich da ist.

Die Geschichte geht runter, wie sie im Handbuch für Drehbücher wohl hinterlegt ist.

Es war mit Verlaub ein sehr ruhiges Drama, ziemlich viele kopflastige (kalkulierende) Charaktere und einer der sich so gar nicht in eine Alltags-Schublade stecken lassen wollte, ihr ahnt schon Letzterer war die Hauptfigur Yoon Tae Woon. Der alles in seinem Tempo machte und für sich. Ein rechter Einzelgänger, der das Alleinsein kultivierte.

Bis er der Heldin des Dramas begegnet, Fräulein Ji Na. Wann immer er „Fräulein Ji Na“ rief, dachte ich an einen leicht zurückgebliebenen Jungen, der seine Eltern früh verloren und überhaupt ziemlich bedauernswert ist. Aber Mitleid hat er eigentlich nicht verdient, denn immerhin kommt er für seinen Unterhalt auf mit seinem Blumenladen, auch wenn er Unterstützung von seinem Onkel aus dem Hintergrund genießt. Oder vielleicht ignoriert er das auch, offensichtlich, oder nicht ist eine andere Frage.

Tae Woon wird unter dem Einfluss von Ji Na erwachsen, denn sie konfrontiert ihn knallhart mit dem wahren Leben. Denn nicht jeder ihrer Sätze entspricht der Wahrheit … Wobei der Punkt, über „DIE Uni“ an der sie ihren Abschluss gemacht hat, der als Knackpunkt mehr oder minder das ganze Drama bestimmt war nicht wirklich gelogen. Sie kam nur nicht dazu zeitgerecht zu antworten und von da an war sie ständig auf der Hut nicht aufzufliegen.

Also verliebt sich der „Mann in der zweiten Reihe“ (Hee Chul) auch noch in sie, würde aber nur zu ihr stehen, wenn er es schafft an die Spitze der Firma zu gelangen in der alle arbeiten. Denn, wenn er es nicht aus eigener Kraft schafft würde er Hye Mi erwählen, denn ihr Vater kann ihm zu seiner begehrten Position verhelfen. Hye Mi liebt ihn wirklich, will sich aber selbst nichts vormachen, auch wenn sie ihre eigene Schwäche kennt, und weiß um eine echte Beziehung mit ihm aufzubauen, müsste Hee Chuls berufliche Laufbahn erst einmal einen Dämpfer erfahren, was relativ unwahrscheinlich ist. Hee Chul findet Hye Mi nicht wirklich unattraktiv, nur für ihn ist sie mehr das kleine Mädchen, das er von früher kennt und das ihn anhimmelt, aber tiefe Gefühle schließt er erst einmal aus.

Am Ende bekommt jeder den Partner den er verdient. Ende gut alles gut, nicht viel Aufregung, nicht viel Geplänkel und leider fand ich auch bis auf wenige Szenen nicht soviel Romantik. Da funkte dann immer wieder die Firma dazwischen, thematisch hat es sich einfach gegenseitig die Spannung gestohlen, nicht dass davon übermäßig vorhanden ist.

Alles in allem fand ich das Drama, dessen Story ja nicht wirklich neu ist, dann wiederum in den Details zu bemüht.

Ich werfe jetzt einfach mal ein paar Sachen „in den Raum“:

– eine kleine Vogelspinne wird mit bloßer Hand von der Heldin erschlagen (Toll! Ironie …)

– die beste Freundin der Heldin, stimmt dem Mann aus der zweiten Reihe zu, welche Auswirkung das hat? Die Mädels ziehen um von der schäbigen Dachwohnung, die sich Ji Na geradeso leisten kann, in einem nicht ganz so schönen Wohnviertel, in ein viel schöneres und schöner gelegenes Appartement. Und verheimlicht ihr wer dahinter steckt. (Tolle Freundin! Ironie …)

– die Heldin erhält vom Boyfriend einen „lebenden“ Ring, mit Moos drin, statt Klunker, kein Scheiß, nicht dass ich was dagegen habe, dass er Gärtner ist aber …

An ein paar Stellen fühlte sich das Drama ganz gut an, und ich würde immer noch gerne in Tae Woons altes Blumenhäuschen ziehen wollen. Ich wiederhole mich, ich liebe die Kulisse. Aber oft genug fühlt es sich an wie die Aneinanderreihung von abgedrehten Szenen, die am Ende ja irgendwie zusammengeschnitten werden müssen.

Ich fühle mich nicht ganz so schuldig dieses Drama gesehen zu haben, weil ich mehr als einmal eingeschlafen bin, ziemlich entspannt dazu. Aber man konnte sehen, dass No Min Hoo in seinem letzten Drama deutlich mehr gefordert war und auch mehr an dieser Herausforderung arbeitete, gleiches gilt auch für Yang Jin Sung.

Ansehnlich, aber nicht (wirklich) prickelnd.

 

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Kommentare zu: "… mehr zu MY UNFORTUNATE BOYFRIEND (Abschluss)" (1)

  1. Ich habe mich in My Girlfriend is a Gumiho in No Min Woo verliebt, allerdings habe ich ihn danach nie wieder in einem guten Drama, geschweige denn einer guten Rolle gesehen und was machen sie immer mit seinen Haaren? T,T Ich bete immer noch, dass mal irgendwas kommt, in dem er mich wieder umhaut. In diesem Drama hätte er es wohl eher nicht ^^

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