drama plus minus eyecandy

Warm und gemütlich, das ist, was das Drama uns vermitteln will. Man kann erahnen, wo das Thema an den „großen Gatsby“ anknüpft, oder seine Inspiration einholt. Im Prinzip ist es ein ähnlicher Leitfaden wie bei MY UNFORTUNATE BOYFRIEND nur ist es hier die männliche Hauptfigur, die die Wahrheit immer so auslegt, wie es am Besten passt.

Außerdem hat er ein Talent dafür Missverständnissen einfach als eine unumstößliche Wahrheit anzusehen. Das kann durchaus erheiternd sein.

Die Hong-Schwestern, viele sind Fans ihrer Dramen bei mir ist das ein Kapitel mit gemischten Gefühlen, immerhin mochte ich 4 ihrer Dramen recht gerne, wobei der Ausschlag dafür nicht unbedingt bei den Geschichten liegt, sondern mehr bei den Darstellern. Meine Hong Favoriten: DELIGHTFUL GIRL CHOON HYANG, COUPLE OF FANTASY, THE GREATEST LOVE und MASTER’S SUN.

Ich muss gestehen nach den ersten beiden Folgen war ich auf das Drama eingestimmt, als ginge es um einen Samstagnachmittag beim ZDF und es läuft die Wiederholung eines Rosamunde Pilcher Films. Ich hoffe das klingt jetzt nicht zu negativ …

Immerhin gibt es schöne Landschaftsbilder von Cornwall und bei den Hong-Schwestern eben von Jeju. Satte Rapsfelder, verwinkelte Dorfwege, der Strand, dazu ein paar reizende junge Menschen und schon kann es losgehen.

Da hätten wir zum einen Baek Gun Woo, der fast alles zu haben scheint, das sorgenfreie Leben eines Zweitgeborenen. Der große Bruder kümmert sich bereits um das Geschäft also kann der Kleine tun was er will. Denkt er wohl auch, denn er gründet ein Restaurant auf Jeju, jedoch in einem kleinen Ort, der nicht ganz zu den Hot-Spots der Insel gehört, oder sagen wir noch nicht, es gibt Gerüchte das …

Wenn es um Gerüchte geht die Gun Woo weiter gibt, kann man fast davon ausgehen, dass er der Ursprung dieser Gerüchte ist. Meist ist kein wahres Wort dran und er versucht sich nur aus dem Schlamassel zu quatschen, mit dem Ergebnis oft noch tiefer darin zu landen. Das Restaurant hat er nur aufgemacht um dort wie eine Spinne im Netz zu warten bis „seine Jugendliebe“ (er ist in sie verschossen nicht umgekehrt), Mok Ji Won, endlich nach Jeju kommt, wie sie es „ihm versprochen“ (es irgendwann erwähnt) hat. Als es so aussieht als würde sie nie mehr auf die Insel kommen, weil sie in Seoul wohl unabkömmlich ist, entschließt er sich aus eine Bier-, ‚Tschuldigung, Champagnerlaune heraus sein Restaurant an Lee Jang Joo abzutreten (nicht verkaufen, denn sie hat kein Geld).

Doch plötzlich ist Ji Won doch in Jeju und will in der Hotelanlage arbeiten, die Gun Woos Bruder leitet. Man könnte es ahnen, sie ist nicht wirklich versessen auf den kleinen Bruder, wo doch der große noch zu haben ist, eigentlich ist sie auch nicht wirklich gemein zu ihm von wegen Hinhaltetaktik. Sie will doch nur spielen könnte man sagen.

Gun Woo ahnt davon nichts, er ist der leichtgläubige, spontane, manchmal nette Kerl von nebenan. Lee Jang Joo hat er übrigens am selben Tag kennengelernt wie „seine“ Ji Won, nämlich an seinem 19. Geburtstag (übrigens auch Jang Joos 19. Geburtstag, dass bestärkt sie in dem anfänglichen Glauben sie seien Zwillinge, nach der Geburt getrennt … ). Als Jang Joo ihr ganzes Geld zusammen gekratzt hat um ihre Mutter zu finden, die zufällig auch Gun Woos Mutter ist. Es sollte sich als ein Missverständnis herausstellen, eines von vielen …

Es wird nicht wirklich geklärt, ob Jang Joo und Gun Woo wirklich Geschwister sind, aber seine Mutter erzählt ihm die „Wahrheit“ über seinen Vater und das scheint ihn doch mitzunehmen. Leider erhält der Zuschauer keinen Aufschluss über die Wahrheit, denn das Gespräch ist mit Musik überdeckt, außer dem letzten Satz.

Warum Gun Woo sich in Ji Won verliebt, ist auch sein Geheimnis, denn von dem was man sieht wäre es eigentlich „sinniger“, dass er sich zu Jang Joo hingezogen fühlt. Aber lassen wir Sinn und Unsinn der Liebe mal beiseite.

Jang Joo hatte eigentlich nicht vor auf Jeju zu leben, aber was will man machen, wenn der kleine Bruder, nicht das ausgesuchte Appartement in der Stadt auf dem Festland kauft. Sondern ein altes halb zerfallenes Haus in einem gemütlichen Dorf auf Jeju mit dem einzigen Pluspunkt eine sehr schöne Aussicht aufs Meer zu haben. Er entscheidet dort ein Café mit seiner Freundin zu eröffnen. Gut und schön, dann sollten die beiden doch auch ihr eigenes Geld verwenden, statt das sauer verdiente der großen Schwester, außerdem überlassen sie der großen Schwester die Aufgabe sich um das Haus zu kümmern, während die Beiden sich nach Südamerika aufmachen um jede Kaffeebohne persönlich auszuwählen.

Jang Joo und Gun Woo sind sich in einem sehr ähnlich bisher waren ihre Träume immer mit den Menschen in ihrem Umfeld verbunden. Sie machen ihr Leben von anderen abhängig. Das ist auch was mich ein bisschen an diesem Drama stört. Es erinnert mich zu sehr an andere Dramen FULL HOUSE mit dem Verkauf einer Immobilie, hier ist es der Erwerb einer Immobilie. In beiden Fällen geht ein Vertrauensbruch einher …

Ich gestehe, dass ich nicht ganz immun bin für die schönen Bilder auf der Ferieninsel, aber etwas mehr hätte ich mir schon gewünscht. Ich bin nach Folge 3 erst einmal raus.

Viel Spaß denen, die länger durchhalten!

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