drama plus minus eyecandy

Überraschend anders. Irgendwie dachte ich der Ton des Dramas wäre mehr in Richtung PROTECT THE BOSS unterwegs. In der die weibliche Hauptfigur auch auf ihre etwas „harte Zeit“ als Jugendliche zurück blicken kann. Aber nein, zwar gibt es ein paar Szenen, die etwas Comedy in das Drama bringen, vielleicht wurden auch viel mehr davon gedreht, und die wenigen, die übrig blieben sind nun solche Überbleibsel, dass ich nicht recht weiß, was ich damit anfangen soll. Ziemlich ernst kommt das Drama rüber, es ist ja auch ein ernstes Thema und vielleicht hätte sich die Serie einen größeren Gefallen getan auf der dunklen Seite zu wandeln, aber das trauen sich eben nicht so viele …

Vielleicht kommt das aber auch noch …

Mein Stand nach 4 Folgen.

… inzwischen sind es ganze 14 Folgen, die ich gesehen habe, aber ich werde nicht zu tief auf die Geschichte eingehen, ein paar Überraschungen sollen dem Zuschauer ja noch übrig bleiben …

Eines muss man ANGRY MOM lassen, es hat den nötigen Drive, ohne ihn wäre es vielleicht ein weiteres „überdrehtes“ Drama dessen Handlung uns die Augen verdrehen ließe. So aber rettet das Tempo, die Stimmung und die sehr gut eingesetzten Schauspieler so ziemlich alles. Es gibt Ausnahmen, wenn ein Zuschauer sich gedanklich frei machen und das Thema und der Art wie es hier bearbeitet wird unvoreingenommen annehmen kann, dann wird er das ganze Drama ablehnen. Vielleicht ähnlich in einem Maße, wie ich DOCTOR STRANGER nicht sehen konnte …

Allerdings muss ich sagen, dass mich die Einzelcharaktere hier viel mehr in die Geschichte reißen, als ich es für möglich gehalten hätte.

Jo Kang Ja ist die ungehaltene Mutter. Ich benutze mit Absicht das Wort „ungehalten“, denn „verärgert“ scheint zu irreführend. Würde man einer verärgerten Mutter zutrauen für das Wohl ihres Kindes wieder die Schulbank zu drücken? Nein! Eine ungehaltene Mutter hingegen, lässt sich nichts erzählen und nicht aufhalten. Sie tut nur das, was sie für richtig hält. Am Anfang scheint es noch eine Schnapsidee, eine Aktion, die offensichtlich zum Scheitern verurteilt ist. Umso mehr verwundert es wie lange die Scharade funktioniert.

Zu Jo Kang Jas Familie gehören außer ihrer Tochter Oh Ah Ran noch ihr Ehemann Oh Jin Sang und ihre Schwiegermutter. Die Schwiegermutter ist wohl nur da um das koreanische Klischee zu erfüllen von wegen man ist keine Familie, wenn man nicht blutsverwandt ist. Im krassen Gegensatz dazu ist Jin Sang immer ein echter Vater für Ah Ran gewesen. Er mag nicht erfolgreich sein, in mancher Beziehung ein wahrer Trottel und auch wenn er oft von seiner Mutter drangsaliert wird, steht er am Ende immer loyal zu seiner Frau und seiner Tochter. Es mag nicht immer so scheinen, aber das liegt an der Überpräsenz von Frauen in seinem Leben und seiner Unfähigkeit sich durchzusetzen, nicht nur Zuhause, auch im Job.

Oh Ah Ran ist der Auslöser des Dramas, als sie bedroht wird schrillen bei ihrer Mutter alle Alarmglocken, weiß sie selbst doch am Besten, wie es ist als Jugendliche unterdrückt zu werden. Aber sie hat sich gewehrt, wenn auch mit wenig Erfolg, denn sie landet im Gefängnis unschuldig, weil sie wohl glaubt loyal sein zu müssen. Diese Loyalität ist es aber, die sie rechtlich den Kürzeren ziehen lässt. Unmittelbar schuldig an ihrer Verurteilung sind zwei „Schulkameraden“ von ihr Joo Ae Yeon und Ahn Dong Chil.

Jo Ae Yeon und Ahn Dong Chil sind in ihrem Leben immer auf der schäbigen Seite geblieben. Sie arbeiten für den Erfolg anderer und zahlen dafür einen hohen Preis. Warum? Weil sie irgendwann genug Beweise oder Geld angesammelt haben um es anderen heimzahlen zu können, um aufzusteigen? Eigentlich haben sie beide nicht mehr Existenzberechtigung in der Welt in der sie sich bewegen, als ein Straßenköter. Und genau wie ein Straßenköter bekommen sie ab und an einen leckeren Brocken zugeworfen, werden getreten und wenn sie nicht mehr gebraucht werden „entsorgt“. Das ist ihnen durchaus bewusst, dennoch scheinen sie entweder den Ausstieg aus der Szene verpasst zu haben, oder trotz ihrer Fähigkeiten, die sie die letzten Jahre überleben ließen, nicht clever genug um ihren Kopf langfristig aus der Schlinge zu ziehen. Momentan sind sie mit im Boot „Team Korruption“.

Der Tod Yi Kyungs, Ah Rans bester Freundin, ist nur der Gipfel des Eisberges der Verbrechen, die sich hinter der heilen Fassade der renommierten Schule verbergen. Es werden Ämter missbraucht, Gelder veruntreut, da scheint der Missbrauch von Schutzbefohlenen noch eine Lappalie zu sein …

Jo Kang Ja, wird zu Jo Bang Wool, sie geht selbst gegen die Mobber in der Schule vor und versucht dadurch den Schülern zu helfen, die sich nicht verteidigen können. Vorneweg Hong Sang Tae, dem Schulsprecher, der sein Wort für Gesetz hält und dem die Schulleitung wenig entgegen hält, weil sein Vater genug Geld und Macht vorzuweisen hat. Und da ist Go Bok Dong, der weder Macht noch Geld hinter sich hat. Er ist sozusagen Ahn Dong Chils Azubi, bei dem er lebt seit sein älterer Bruder im Knast sitzt. Kang Jas Mutterinstinkt ihm gegenüber und dem Wissen was für einen Einfluss Dong Chil auf den Jungen hat, bemüht sich mehr und mehr um ihn. Mit dem Erfolg, dass der „arme“ Junge total Bang Wools „Charme“ erliegt.

Die wirklich großen Fische, die es jedoch zu fangen gilt sind für Kang Ja zu stark um sie alleine zu fangen. So arbeitet sie mit einem kleinem Team. Mit einer treuen Freundin, einem „naiven“ Lehrer zusammen, aber ihre Macht ist begrenzt und die korrupten Figuren immer einen Schritt schneller. Werden sie weiter Verbündete finden um sie endlich zu Fall zu bringen?

Fazit bisher?

Es bleibt interessant, weil das Drama es beherrscht immer neue Fragen zu stellen, zu denen man die Antworten finden will?

Wer ist Ah Rans Vater?

Wieso hat Kang Ja damals vor Gericht nicht ausgesagt?

Wird Ah Rangs Vater zu einer Schlüsselfigur, der die Hauptakteure der Korruption zu Fall bringt?

Es bleibt spannend, dabei ist nächste Woche schon Finale …

P.S.: Besonders beeindruckt hat mich Neuling Ji Soo und ich liebe besonders das Lied I Love You, I’m Sorry von ALI …

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