drama plus minus eyecandy

Es erscheint mir etwas unfair, das ich diesem japanischen Drama einen „Einstieg“ und einen „Abschluss“ widme und den anderen beiden, DATE und MONDAI NO ARU RESTAURANT, nicht. Aber wie es so ist im Leben, wo die „Zeit“ hinfällt.

Auf jeden Fall war es surreal ein japanisches Drama mit deutschem Einschlag zu sehen.

Irgendwie ist es erstaunlich was diese Geschichte so alles erzählt, gemessen an der Kürze des Dramas passiert doch eine ganze Menge.

Eigentlich schafft es nur ein Charakter mich die ganzen Folgen hindurch zu nerven Taira Keis Ex, auch bekannt als seine spätere Managerin und seine selbsternannte Psychoanalytikerin. Frei nach dem Motto: „Ich weiß was gut für dich ist, also mach was ich sage!“ Wenigsten weiß Kei mit ihr umzugehen, ähm sie zu ignorieren.

Gibt es mehr Charaktere, die ich nicht leiden kann? Oh, ja. Nishihara Yuis Ex, auch bekannt als Lehrerkollege, ebenfalls ein Anhänger der „Glaubensgemeinschaft – alles besser zu wissen“, und dennoch sein eigenes Leben vermasselt.

Nicht zu vergessen Yuis Mutter, zwar ziemlich laut und anstrengend, eben wie ein Hund, der vor lauter Angst nur noch zu bellen und beißen weiß. Immerhin kann man ihr am Ende unterstellen, dass sie eigentlich harmlos ist.

Aber worum es wirklich geht ist die Liebe …

Zwischen Yui und Kei. Was so „verrückt“ begann, weil es zunächst schien als brauche Kei Yui wie eine Droge. Er konnte eigentlich nie genug von ihr bekommen. Aber, wenn man genau hinsieht war das Körperliche betraf auch von Yui gewollt. (Anm. Eine Erleichterung bei all den Grauschattierungen, dieser Tage.)

Nur die mentale Schnittmenge der Beziehung der Beiden wollte sich irgendwie nicht finden lassen. Sie wollte das einfache Leben, das sie praktisch zu Beginn der Partnerschaft hatten und er wollte ihr, nachdem seine Karriere an Fahrt aufnahm, die Welt zeigen.

Kei war zwar fähig alles zur Sprache zu bringen, was seinen Körper betraf, aber nicht wie eine gemeinsame Zukunft aussehen könnte. Als er das Angebot für eine Tournee erhält möchte er Yui mitnehmen, aber Yui hat Angst und lehnt sein Angebot ab. Kei ist enttäuscht. Sie trennen sich.

Yui wiederum bewundert Kei dafür, dass er einen Traum hat. Sie hat lange geglaubt etwas wie einen Traum nicht zu brauchen, aber als Kei nicht mehr in ihrem Leben ist, beginnt sie an sich zu arbeiten. (Etwas wofür ich echt dankbar bin. Charaktere, die nicht hysterisch werden) Okay, als Yui sich von ihm verabschiedet kommt es noch einmal zu einem One-Night-Stand, aber es ist ja nicht so, dass sie sich nicht lieben. Nur ihrer beider Vorstellung vom Leben passt momentan nicht zusammen.

Es soll sich alles ändern, nachdem Yui ihren sicheren Lehrjob kündigt, geht sie in die Agrar-Forschung.

Als Kei ein Jahr später zurück kommt, sucht er nach ihr. Kaum angekommen erhält er ein Angebot in Hamburg und wieder fragt er sie, ob sie nicht doch mit ihm kommen möchte. Ein Leben ohne sie will er sich auf Dauer nicht vorstellen. Wenn er den Job in Hamburg annimmt, dann wird er eine Art künstlerischer Direktor, er würde das Tanzen aufgeben. Das ist das „ordinärste“ Leben, das er ihr bieten kann. Aber wieder sagt Yui nein. Sie möchte kein Anhängsel sein, sie möchte auch ein eigenes Leben, einen eigenen Traum.

Was Kei nicht weiß Yui hat sich bei einem internationalen Forschungsprojekt beworben mit Standort Hamburg …

 

Fazit: Eine durchaus nette Geschichte, mit nicht ganz alltäglichen Menschen, die auf den ersten Blick nichts Besonderes zu bieten scheinen, aber gegen Ende doch überraschen können. Jedenfalls verlassen wir die üblichen Wege eines Dramas, was Eifersucht, Vorwürfe und Selbstmitleid betrifft. In diesem Sinne eine echte Wohltat und durchaus 7 Folgen wert.

Die Fragen:

Wie viel man bereit ist für einen Traum zu opfern, oder wie sehr man das Warten beherrscht, wie tief eine Lieben sein kann?

Werden hier unterschwellig beantwortet, ohne sie in den Dialog einzuflechten. Was mir sehr gefallen hat. Außerdem mochte ich die „Wiederholung“, wie Kei für Yui getanzt hat, zur Begrüßung und zum vermeintlichen Abschied, das hat einen schönen Bogen gespannt.

Schauspielerisch wäre vielleicht noch mehr drin gewesen, aber hier hat mich die Art, wie die Geschichte erzählt wurde zufrieden gestellt, all die ermüdenden Dialoge über die Liebe, werden von den Nebendarstellern bestritten. Während die Hauptpersonen nur wenige Worte darüber verlieren.

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