drama plus minus eyecandy

Ich möchte nicht behaupten, dass die Geschichte dieses Dramas etwas revolutionäres zu bieten hätte. Was es geboten hat war Unterhaltung. Die Geschichte und Charaktere zu hinterfragen ist schwierig, denn es könnte dem Zauber, den Ji Sung als Hauptdarsteller versprüht hat etwas an Glanz rauben.

KILL ME HEAL ME ist wie ein Feuerwerk, so lange es brennt ist man fasziniert. Ist es verglüht lässt es den verrauchten Nachthimmel zurück und das Auge braucht eine gewisse Zeit bis es die Sterne wieder sieht …

Heißt das jetzt ich gebe KILL ME HEAL ME schlechte Noten?

Nein, ganz und gar nicht.

Wie ich im Vorfeld einmal beschrieben habe, glaube ich noch immer, dass das Drehbuch des Dramas einiges an Überarbeitung erfahren hat, nachdem es von Anfang an unter schwerem Beschuss stand. Da wurde von Copyright-Verletzungen im großen und Ideenklau im kleinen Stil berichtet. Außerdem sagte ein Schauspieler nach dem anderen ab.

Ich kann es nicht mit HYDE, JEKYLL AND ME  vergleichen, dazu müsste ich das Hyun Bin Drama gesehen haben. Habe ich aber nicht.

Zu Beginn haben mich weder die Neuigkeiten des einen noch die des anderen Dramas sonderlich gelockt. Nachdem ich IT’S OKAY IT’S LOVE gesehen hatte, dachte ich einen neuen „Helden“ mit einer psychischen Störung sollte ich mir vielleicht nicht so schnell antun. Eigentlich wollte ich Hyun Bins erstes Drama nach seiner Militärzeit ansehen, aber offensichtlich hatte ich da ebensowenig Lust zu, wie damals bei Jo In Sung. Soll vorkommen, hab ich mir sagen lassen.

Warum also hat es KILL ME HEAL ME geschafft mich zu ködern?

Nun zuallererst war es, als Ji Sung die Hauptrolle übernahm. Da dachte ich, zumindest auf den Versuch werde ich es ankommen lassen.

Und, habe ich es bereut?

Nein. Wie gesagt halte ich das Drama für sehr unterhaltsam, auch wenn der Stoff ziemlich viel Tragik in sich birgt. Die Handlung und die Bilder sind geschickt miteinander verwoben.

Es gibt moralische Ansätze im Drama.

Die schon öfter zum Einsatz kamen. Was Menschen für Geld und Macht bereit sind zu tun. Oder, ob sie immer das Richtige tun, wenn sie ihre Handlungen damit begründen, sie hätten es zum Wohle eines Anderen getan. In dem Zusammenhang hätte ich noch immer gerne gewusst warum die (verstorbene, leibliche) Mutter des Mädchens auf den Deal mit dem beinahe Ex-Schwiegervater einging. Zum Wohl ihres Kindes um später die Schmähungen der Gesellschaft als Tochter einer alleinerziehenden Mutter nicht erdulden zu müssen? Ist es tatsächlich besser sie in der Cha Familie groß zu ziehen, die so einen Menschen, wie ihren Mann hervorgebracht hat? Das konnte ich irgendwie nicht nachvollziehen … Und, das ist, was ich meine man sollte die Charaktere nicht zu sehr hinterfragen, denn die tragende Säule der Geschichte ist die Beziehung der beiden Kinder bzw. der jungen Erwachsenen, die sich später wieder begegnen.

Dieses Drama ist mitnichten perfekt.

Was es aber richtig gut macht ist die Gewichtung der Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren auszuloten und zwar den realen und den „weniger“ realen. Durch das wunderbare Spiel der Akteure wird man von der Handlung abgelenkt, denn manchmal bringt es uns auf nicht ganz so unsinnigen Fragen, die wir dann wiederum, wegen des Tempowechsel gelegentlich vergessen:

Die Großmutter war vor 20 Jahren bestimmt noch agiler, hätte sie eine „gewisse“ Tat nicht verhindern können? Gehen? Laufen? Rennen? … aber, dann Jahre später das „Kind“ dafür verantwortlich machen? Oder nennt man das jetzt Verdrängung?

Das war ein großer Lapsus, bei dem ich mich zwingen musste es zu ignorieren um den großen Spannungsbogen der Geschichte nicht aus den Augen zu verlieren. Auch, dass Frau Shin (Cha Do Hyuns Mutter) am Ende faktisch für jeden gestorben zu sein scheint,  einfach nicht mehr erschien (oder?), stieß mir etwas bitter auf …

Aber hauptsächliche ging es um Cha Do Hyuns Geschichte und Oh Ri Jins.

Und in der Hauptsache war dieses Drama wirklich gut, denn um ihr Seelenheil wieder herzustellen waren Do Hyun und Ri Jin ziemlich kompromisslos. Sie ließen sich weder von Geld noch von vielversprechenden Worten in die Irre führen.

Die sieben Herzen, die in Do Hyuns Brust schlugen waren allesamt die Splitter seiner Seele, die systematisch von den Erwachsenen in seinem Umfeld zerstört wurde, besonders erwähnenswert dabei sein Vater. Der wegen eines Minderwertigkeitskomplexes gegenüber seiner Frau, deren Tochter mehrfach prügelte. Dafür gibt es keine Rechtfertigung und es ist gut, dass dieses Drama am Ende nicht mit der „Vergeben und Vergessen Theorie“ aufwartet.

Ein schönes Ende, ein versöhnliches Ende, was die beiden „Opfer“ betrifft.

Lieblingsnebenfiguren: die Eltern Oh, Bruder Ri On, Perry Park und Shin Se Gi …

Einige meiner Lieblingsszenen:

Shin Se Gi dreht das Schicksalsrad – „Ist nicht wahr!“

„Perry Park“ und Ri On mit Papa Oh – „Macht ihr euer eigenes Drama?“ …

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