drama plus minus eyecandy

Ich habe gehofft und das Drama hat es um einige Level übertroffen. Tatsächlich wurde mein Vorstellungsvermögen extrem gefordert. Die einzige Angst, die jetzt noch bleibt, zumindest für mich – Makjang-Alarm. Von wegen sich wörtlich in den Haaren zu liegen …

Ich hoffe natürlich, dass dieser Kelch an mir vorüber geht, vorerst bin ich ziemlich begeistert, welchen Spiegel, die koreanische Oberschicht hier vorgehalten bekommt.

Wo soll ich nur anfangen?

Das sind wirklich zwei völlig fremde Welten, die hier aufeinander treffen, wenn wir uns einmal nur auf die Elternhäuser beschränken.

Seo Bom unserer werdende Mama hält schon seit Monaten dem „zärtlichen“ Druck ihrer Familie stand und hat sich bisher geweigert den Namen des Kindsvaters preiszugeben. Bei ihren Eltern kann man wenigstens noch von zärtlichem Druck sprechen, denn sie probieren zwar Bom Informationen zu entlocken, aber dennoch unterstützen sie ihre Tochter, wo es nur geht. So begleitet ihre Mutter sie zur Schwangerschaftsgymnastik und gibt den nichtvorhandenen Ehemann.

Viele Schauspieler sind uns eher unbekannt, aber das muss ja nichts heißen, denn sie liefern ihre Arbeit ab und das verdammt gut.

Seo Bom sagt ihrer Mutter, dass sie vom werdenden Vater sitzengelassen wurde. Das muss man erst mal so stehen lassen, denn das junge Paar (damals 17, inzwischen 18, aber in Korea nicht volljährig!!!) hat sich trotz starker Zuneigung, dazu entschlossen sich erst auf die Schule zu konzentrieren, wenn jeder der beiden es auf die Uni geschafft hat, wollten sie sich wiedersehen. Der Plan war erst einmal gut, aber eins hat er nicht berücksichtigt, dass der bevorstehende Trennungsschmerz in einer ungeplant leidenschaftlichen Nacht endet. Noch weniger, dass diese in einer ungeplanten Schwangerschaft resultiert, trotz Kondoms, das entweder doch nicht das beste Verhütungsmittel war, weil es herrenlos in einer Schublade lag. Oder wie der Papa in Spe, Han In Sang, später zugibt, vielleicht nicht ganz so „gekonnt“ verwendet wurde. (Ich bin ja mal echt dankbar, dass dieses Thema in einem Drama überhaupt erwähnt wird und dann auch noch so „gekonnt“.)

Das junge Paar hat seine Telefonnummern geändert um der Versuchung zu widerstehen, doch früher Kontakt miteinander aufzunehmen. Immerhin wissen sie voneinander welche Schule, der jeweils andere besucht. Doch die Briefe, die Bom and In Sang geschrieben hat, werden ihm erst kurz vor Ende des Schuljahres gegeben, bis dorthin ist Bom schon hochschwanger und davon überzeugt, dass In Sangs Leidenschaft für sie abgekühlt ist. Denn auch, wenn Bom nicht schreibt um was es geht, ist In Sang angestachelt worden sie zu finden. Doch von der Schule ist sie abgegangen und die Adresse an die er sich erinnert hat sich bereits geändert. Er erfährt, dass die Tochter der Familie wohl krank sei, was seinen Seelenzustand nicht verbessert. Schließlich bittet er jemanden, der in der Kanzlei seines Vaters arbeitet „eine Person“ ausfindig zu machen. Erst lehnt sie ab, weil sie gerade beobachtet wird, aber heimlich beschafft sie ihm doch die Adresse.

Es ist so herrlich zu sehen, wie die Beiden unabhängig voneinander immer noch Respekt füreinander haben. Und Bom denkt wahrscheinlich es könnten auch wirtschaftliche Gründe sein, weswegen In Sang sich nicht gemeldet hat. Hat er ihr doch versichert, dass seine Familie gerade so über die Runden käme. Und er diesbezüglich, wenn sie später vor seinem Haus vorfahren behauptet, er hätte alles Mögliche gesagt, nur um mit ihr zu schlafen, so verrückt war er nach ihr. Man muss ihm einfach glauben, wenn er stotternd vor seinen Eltern steht und sein Kind, als eine Frucht der Liebe bezeichnet.

Das Donnerwetter scheint schon vorprogrammiert, denn seine Eltern haben höhere Ziele für ihn, die Elite-Uni, eine „standesgemäße“ Heirat mit einer Ministertochter (mindestens!). Seo Bom scheint überhaupt nicht in dieses Traumbild seiner Eltern zu passen. Und das ihr stiller, bisher immer so braver Sohn das getan haben soll. (Das – steht für Sex und es fühlt sich an, als wäre dieses Wort in dem altehrwürdigen Haus noch nie in ein menschliches Ohr gedrungen.) Aber, bevor sie ihrem Sohn etwas auf sein Liebesgeständnis zu Bom und seine Absicht sie zu heiraten entgegnen können …

Setzen bei all dem Stress und den vielen Überraschungen des Abends die Wehen ein. Was dann passiert ist unglaublich. Und hat sich schon angekündigt, als die Jungverliebten alleine, auf die Eltern wartend, im Wohnzimmer des Hauses standen und der Alfred-Hitchcock-Zoom Verwendung fand. (Ich nenne das jetzt einfach mal so.) Es sah aus, als stünden sie kurz davor dem Scharfrichter vorgeführt zu werden.

Man kann den jungen Eltern nur Glück wünschen, sie werden es brauchen.

Und ich will gar nicht mehr erzählen oder mehr verraten.

Probiert es, wenn es euch nach einer Schlacht zwischen junger Liebe und alter Familientradition dürstet. Ich behaupte mal, es soll euer Schaden nicht sein.

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Kommentare zu: "… mehr zu HEARD IT THROUGH THE GRAPEVINE (Einstieg)" (2)

  1. Die erste Episode (die zweite habe ich mir noch aufgehoben) ist tatsächlich phantastisch. In so ziemlich jeder Hinsicht. Aber es kommen ja noch 30 Folgen und da kann jede Menge passieren …

    • Ich weiß, aber im Vertrauen, dass dieses Team auch A WIFE’S CREDENTIAL geschaffen hat, will ich einfach an das „Gute im Drama“ glauben. 😉

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