drama plus minus eyecandy

Schon mehr als einen Monat schiebe ich es vor mir her über PRIDE AND PREJUDICE zu schreiben. Ich mochte das Drama, die Besetzung, eigentlich fast alles. Und obwohl es mir gefallen hat, hat es mich überrascht, wie schnell ich damit abgeschlossen hatte. Es hat wirklich keine Fragen offen gelassen und vielleicht hat es das so einfach gemacht, es hinter sich zu lassen. Was es mir wiederum schwierig macht darüber zu schreiben und den nicht ganz einfachen schmalen Grat zu gehen, nicht zu viel zu schreiben, für die, die es noch sehen möchten und nicht zu wenig, für die, die es schon gesehen haben …

Zum Ersten war ich erst einmal froh darüber ein drittes Drama in 2014 zu sehen mit Choi Jin Hyuk. Baek Jin Hee kannte ich nur von zwei Serien. Zwei Schauspieler hatte ich kurz zuvor in einem Wochenenddrama gesehen …

Ich könnte so weiter machen, aber werde nur auf  Choi Min Soo weiter eingehen. Er hatte für einen „kleinen“ Skandal gesorgt, als er zur Preisverleihung nicht erschien und eine Rede vorbereitet hatte, die an seiner statt Baek Jin Hee verlas. Darin teilte er als „Staatsanwalt Moon Hee Man“ mit, dass es zu viele üble Gesellen gebe, die sich nicht um Gesetze kümmerten und den Profit wichtiger ansähen als … Er spielte damit auf das große Fährunglück an. Dessen Ursache darin lag, dass Umbauten an der Fähre Sewol vorgenommen worden waren, die dem Unternehmen mehr Geld versprachen, da sie nun noch höher ausgelastet werden konnte, auch wenn die Seetüchtigkeit beeinträchtigt wurde. Das Ende der Geschichte war grauenvoll, über 300 Tote, die meisten davon Schüler.

Jetzt bin ich nicht unwesentlich abgeschweift, aber ich wollte es nicht unerwähnt lassen, weil man so was bei einer solchen Veranstaltung einfach nicht tut, das entspricht wohl stark der Bezeichnung zivilen Ungehorsams und wird in Südkorea nicht gerade gern gesehen.

PRIDE AND PREJUDICE hat mir von Anfang bis Ende gefallen, lediglich die letzte Szene hätte ich nicht wirklich gebraucht, auch wenn sie etwas Aufschluss darüber gibt wie die Zukunft des OTPs aussehen wird, ich fand sie überflüssig.

Denn eigentlich war die Serie vordergründig keine Romanze, sondern ein Justizdrama und als solches wäre ich mit einem letzten Blick auf Han Byul zufrieden gewesen. Es ging um seine Geschichte, er war der Auslöser und hätte meines Erachtens auch einen besseren Schlusspunkt abgegeben.

Wie dem auch sei, ich fand die Geschichte sehr konsistent, konzentriert und mit Charakter-Verliebtheit gesegnet, wie ich es gerne nenne, wenn Autoren kleine wie große Rollen scheinbar mit gleicher Aufmerksamkeit formen. Wer das beherrscht, der kann sehr ausgewogene Geschichten erzählen und man hält keinen Charakter für überflüssig. Wer das nicht kann muss sich auf das Team, das die Geschichte bearbeitet verlassen, nicht immer gelingt das.

Ich mochte die unterschiedliche Dynamik zwischen den Figuren innerhalb der Staatsanwaltschaft, wie auch im Haus der „Drei Mahlzeiten am Tag“. Die Gewichtung der Folgen. Vetternwirtschaft im Kleinen und der Sumpf der Korruption im großen Stil, Dinge von denen man sich wünschte es gäbe sie nicht, denn all zu oft werden die Schwächsten der Gesellschaft aus Profitgier übergangen.

Für „Justizliebhaber“ eines der besseren Dramen, wer jedoch mehr Action mag, wird wohl weiter suchen müssen. Wer eine/n der Schauspieler/innen gerne sieht wird sehr wahrscheinlich nicht enttäuscht. Ich war jedenfalls von Anfang bis Ende dabei.

 

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