drama plus minus eyecandy

Ich war mir nicht immer sicher, ob ich dieses Drama durchhalte. Denn am Anfang hat die eigentliche Geschichte um die es gehen sollte, so lange auf sich warten lassen, dass ich schon dachte es sei eine Fehlübersetzung oder vielleicht eine komplette Fehlinformation.

Aber nein, irgendwann reicht es dem Vater tatsächlich und er verklagt seine drei Kinder, wegen …

Ja, was eigentlich … Im Nachhinein ist sogar er klüger, denn all das „Unglück“ in der Familie hat eine Wurzel …

Hätte, hätte, Fahrradkette …

Um einen nicht namentlich erwähnten deutschen Politiker hier zu zitieren.

Hätte der Vater es besser gewusst, wäre uns dieses Drama wohl erspart geblieben, wobei erspart ein negativ belegtes Wort ist. In Anbetracht dessen, dass das Drama ein Familien- und Wochenenddrama ist, also lang, und sogar noch verlängert wurde um drei Folgen, war es durchaus akzeptabel bis gut.

Oft schaue ich diese Dramen nicht wegen der Story, sondern wegen sogenannter Lieblingsfiguren … Diesmal waren es „Miss Go“, die Stimme der Vernunft und Wahrheit und Tae Joo, der trottelige Sohnemann des Chefs der ältesten Tochter, der aber ein Herz aus Gold hat, auch wenn er mit ziemlich vielen Defiziten ausgestattet ist. Gut war, dass die Schauspieler wirklich in der Lage waren eine Einheit auf dem Bildschirm zu präsentieren.

Zur Geschichte:

Der Vater ist mit zwei Problemen gleichzeitig beschäftigt, einmal sind da seine unbelehrbaren Kinder, die nicht im Mindesten so „funktionieren“, wie sie seiner Meinung nach sollten. Zum anderen ist da ein Zeitlimit, denn die Diagnose Krebs hängt über ihm, wie das Damokles Schwert.

Er könnte offen mit seiner Krankheit umgehen, tut dies allerdings nicht, zum „Wohle“ seiner Kinder. Es gibt noch viele solcher Entscheidungen, die er in der Vergangenheit getroffen hat und nicht wirklich jede war das Beste für seine Nachkommen.

Also hat er zum einen den egoistischen Sohn, Kang Jae, der sich für etwas Besseres hält und glaubt, dass er es ganz alleine geschafft hat Arzt zu werden und dass sein Vater null Beitrag geleistet hat zu seiner Ausbildung. Nur so am Rande in Südkorea kostet eine gute schulische Ausbildung ordentlich Geld, welches sein Vater verdient hat, indem er Tofu hergestellt hat.

Kang Shim, seine Tochter ist eine respektable Sekretärin. Die Achtung, die sie vielleicht gerne von ihrem Vater hätte, bekommt sie über ihre Arbeit. Auch, wenn ihr Vater Stolz auf sie ist, wünscht er sich, traditionell wie er ist, dass sie endlich heiratet, denn mit 37 ist der Zug schon so gut wie abgefahren, meint er.

Dal Bong, der Maknae (Jüngste) unter den Geschwistern hatte den ein oder anderen Zwischenfall mit der Polizei. Ich wünschte manchmal würde, der Mangel an Mutterliebe in manchen Dramen nicht so selbstverständlich als Entschuldigung für alles benutzt. Der Schauspieler spielt seine Rolle wirklich gut, aber was nervt ist die Entwicklung der Rolle. Er wird erwachsener und ein paar Folgen später ist er wieder das „Kleinkind“.

Zum Namen Dal Bong hatte ich vorher eine Bemerkung gemacht, weil es offensichtlich war mit zwei älteren Geschwistern, dass er vermutlich auch einen Kang-Namen hätte bekommen sollen. Aber hier beginnt das Drama von Dal Bong, dessen Mutter bei seiner Geburt stirbt und weshalb er weiterhin heißt, wie er von seiner Mutter als Fötus genannt wurde. Dal ist ein Teil aus dem Namen seiner Mutter (ihr Name wurde erwähnt, aber ich habe ihn mir leider nicht notiert) und Bong, von Soon Bong dem Namen seines Vaters. Mit ein Grund, weshalb er für den Vater wohl mehr das Baby der Familie geblieben ist und er immer die Verantwortung für die Taten seines Filius übernommen hat, statt ihn langsam erwachsen werden zu lassen und selbst die Konsequenzen zu tragen.

Es kommt zum großen Knall und der Vater reicht vor Gericht eine Klage ein, denn seine Kinder haben es an ihrer Pflichterfüllung mangeln lassen, jetzt verlangt er die Summe des Geldes zurück, das er für sie ausgegeben hat. Am Ende kommt es zu einem Vergleich, die Kinder wohnen wieder alle unter seinem Dach, inklusive Kang Jaes frischgebackener Ehefrau, man frühstückt und isst zusammen. Kang Shim muss zu Blind-Dates und wird dort mit ihrem Ex-Freund, der jetzt der Anwalt ihres Vaters ist konfrontiert. Dal Bong wird dazu verdonnert endlich einen langfristigen Job zu finden um seinen Vater die Raten zu bezahlen, er ist der einzige, der weiterhin eine „Geldstrafe“ hat.

Dem Vater gelingt es lange seine Krankheit zu verheimlichen, auch als die Kinder erfahren was los ist, geben sie vor nicht s zu wissen und sind bemüht die Wünsche des Vaters zu respektieren und zu erfüllen. Dennoch geht der Schuss nach hinten los, als zu guter Letzt seine Schwester von der Erkrankung erfährt.

Hätte, hätte, Fahrradkette …

Es gibt viele die dieses Drama lieben, wegen seiner warmen Momente, aber die hat es nicht nur. Mir werden vor allem zwei Lieder noch eine ganze Weile durch den Kopf spuken. Eins von Choi Baek Ho – On The Road, eins von Yozoh – I Already Told You. Letzteres besonders, weil es sich unaufgeregt in den Gehörgang einschleicht und dann ist es drin …

Fazit:

Ich bereue nichts, denn die Interaktionen der Charaktere waren es, die zu unterhalten wussten. Dennoch auch hier, es gibt selten ein Drama bei dem ich sagen, man muss es gesehen haben. Erfrischend war, dass das Thema Eltern und Kindern mal neu aufgearbeitet wurde, auch wenn man viel Bekanntes zu sehen bekam und auch das ein oder andere Klischee bedient wurde, war wenigstens das Ende nicht davon betroffen.

Alles wird gut und das Leben geht weiter!

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Kommentare zu: "… mehr zu WHAT HAPPENS TO MY FAMILY? (Abschluss)" (2)

  1. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass das Drama wohl in Korea ziemlich gute Quoten hat, ich selbst habe aber nicht so wirklich Interesse daran, auch nicht nach deiner Kritik^^

    • Ja, es hatte sehr gute Einschaltquoten, aber die hatte so manches andere Drama auch (Heirs, A Gentleman’s Dignity), aber wie du, würde ich das nie als Grund nehmen ein Drama zu sehen.^^

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