drama plus minus eyecandy

Dieses Drama hat es geschafft in 2014 zu enden, ich hatte es bisher noch nicht zustande gebracht darüber zu berichten. Zu gerne hätte ich der Einfachheit halber noch einmal die letzte Folge gesehen, aber mein Browser und mein Ubuntu haben einen Pakt geschlossen. Vielleicht hat Flashplayer auch noch seine Finger drin, ganz nach dem Motto: „Ich sei, gewährt mir die Bitte, in eurem Bunde der Dritte.“ (Absturzursache?! )

Also muss ich mir, das was ich noch weiß aus den Fingern saugen … Oder, woher auch immer. Was hätte Herr Schiller wohl getan? Noch einen alten Apfel in sein Schreibpult gelegt?

Eins kann man durchweg behaupten, die Schauspieler waren gefordert. Der Darsteller des kleinen Dan tat mir manchmal so leid, dass ich dachte, nehmt ihn raus. Auch, wenn das Arbeiten am Set für Kinder meist etwas anders funktioniert, als für Erwachsene, sie bekommen oft nicht die Handlung vermittelt, dennoch war es manchmal eine Geduldsprobe für mich Szenen mit dem Jungen zu sehen.

Also springen wir hinein in das pralle Leben, das diese Serie zu bieten hat. Womit viele Charaktere in anderen Dramen oft nur drohen, wird hier in die Tat umgesetzt. Grob übersetzt, wenn hier Partie A zu Partie B sagt, mach dies und das, oder ich mache genau das Gegenteil von dem was ich eigentlich will. Und Partie B, sagt, ist mir doch egal. Dann wird Partie A zu ihrem Wort stehen und es tun, auch wenn es noch so ungesund oder absurd ist …

Das klingt bestimmt ziemlich abstrakt, aber wird in diesem Drama mehrmals praktiziert.

Um was geht es in der Handlung:

Obsession, Partnerschaften, Liebe, Elternschaft, Generationskonflikte, die Gesellschaft, Traditionen, Vernunftsehen, Korruption, Trauschein, Träume, Berufsausübung, Ehrgeiz, Vertrauen, Geld …

Das Sprungbrett des Dramas ist der Wunsch etwas haben zu wollen. Sei es einen Lebenspartner, ein Kind oder die Karriere. Mehrfachnennungen sind wie so oft möglich, doch in der Realität schwerer zu erreichen. Eigentlich kann man ziemlich sicher sein, dass sich jede Figur von mindestens einem Traum verabschieden kann.

Das Leben ist eben kein Wunschkonzert, wo jeder nach der Pfeife des Anderen tanzt.

Wir haben unsere weibliche Hauptfigur, Cha Ki Young, die als Nachrichtensprecherin, der bekannten 9-Uhr-Nachrichten (entspricht wohl „unserer“ Tagesschau um 8 Uhr) im öffentlichen Interesse steht. Seit sie als Kind miterleben musste, welche „Vorteile“ ihrer Mutter das Eheleben gebracht haben, hat sie sich entschlossen selbst nie zu heiraten. Aber Mutter möchte sie trotzdem werden. Als sie sich auf eine Liaison mit einem jungen Mann, Park Tae Yun,  einlässt wird sie schwanger.

Er ist lange Zeit ihr heimlicher Verehrer, wovon sie jedoch nie erfährt, und das Bild des jungen Prinzen auf einem edlen Schimmel bekommt schon bald Risse. Zwar ist er ein Prinz, der Erbe einer einflussreichen koreanischen Familie mit ellenlangem Stammbaum, aber genau das ist der letzte Punkt, der sich auf der Liste der Gründe, die gegen eine Ehe mit ihm sprechen findet. Den Gedanken an Ehe hatte sie auch nur einen flüchtigen Moment lang, nachdem er so wenig dem gängigen Typus koreanischer Kerl erster Güte entspricht, denn bis zu dem Punkt, an dem sie sich praktisch verweigert, war er ziemlich pflegeleicht und umgänglich, schon kurz vorm Prädikat „Waschlappen“, wenn auch ein lieber. Aber er selbst ist ein ziemlich unfertiger Charakter, der nur auf den ersten Blick perfekt scheint, er ist eifersüchtig, unsicher, nicht wirklich kompromissbereit und nachtragend, unaufrichtig zu sich selbst und nicht zuletzt ihr, den Punkt hätte ich beinahe vergessen.

Was ihre Trennung von ihm endgültig macht? Sie ist nicht das einzige weibliche Wesen, das er geschwängert hat. Und nach vielen Aufs und Abs kommt es dazu, dass er die andere, Hyun Myung Yi heiratet. Nein, kein Mitleid für sie, noch für ihn, in die Scheiße haben die Beiden sich selbst hineingeritten.

An welchem Punkt schreib ich jetzt weiter ..?

Eine Figur hab ich noch nicht erwähnt …

Da ist ihr Kollege, Jo Eun Cha, der eigentlich nur scharf auf ihren Posten ist, aber irgendwie in den Strudel der Geschehnisse gerät und seine Existenz als Chauvinist erster Güte gefährdet. Ja, er findet sich sogar im Kreise von Frauen, die er früher nicht einmal eines Blickes gewürdigt hätte, aber plötzlich kämpft er mit ihnen für die Rechte der Frauen. Allen voran für die Rechte einer Frau, Cha Ki Young. Ich muss gestehen, dass ich Bae Soo Bin in dieser Rolle von Anfang bis Ende „genossen“ habe. Und wahrscheinlich war seine Wandlungsfähigkeit das, was mich bei Laune hielt, Sympathiepunkte mag man keinem der Charaktere auf Dauer vergeben und irgendwie kann man sich glücklich schätzen, dass einem solche „Typen“ doch eher selten im wahren Leben begegnen.

Was dem Drama noch zugute kam, dass sein Sendeplatz geändert wurde und statt 2 Folgen nur eine pro Woche lief, ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig für manche. Mir selbst reichte eine Folge pro Woche mit diesen überladenen Rollen. Ich empfand es nie wirklich als langweilig, bin aber unentschlossen, wo ich dieses Drama einsortieren soll.

Wem soll ich es empfehlen?

Jemand der einen guten Schauspieler wie Bae Soo Bin zu schätzen weiß, auch Park Shi Yun weiß zu überzeugen, wogegen No Min Woo und Uhm Hyun Kyung manchmal blass wirken, aber ich glaube, da sind die Charaktere, die sie verkörpern müssen nicht ganz unschuldig, als schlechte Leistung kann ich es nicht bezeichnen. Und auch die restliche Besetzung zeigt, dass sie nicht erst seit gestern im Geschäft sind. Wer also gerne bei einem Schauspiel zuschaut, ohne auf all zu großen Fan-Service wert zu legen, könnte hieran Gefallen finden.

Die Moral von der Geschichte:

THE GREATEST WEDDING – Die großartigste Hochzeit, oder Eheschließung, gibt es hier nicht zu finden, höchstens eine Anleitung dazu, wie man es vielleicht nicht machen sollte.

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