drama plus minus eyecandy

Hätte ich dieses Drama angeschaut, wenn es nicht Oguri Shun wäre, der die Hauptrolle spielt? Durchaus möglich, das dem nicht so wäre. Ich bin generell weniger an Geschichten interessiert in denen es auch um Krieg geht, mir reichen die täglichen Nachrichten. An Fantasy sowieso weniger, eine Manga-Verfilmung macht mich auch nicht nervös, im positiven Sinne … Warum, habe ich es dennoch getan? Eyecandy, Eyecandy, Eyecandy, … Ich bekenne mich schuldig in mindestens dreifacher Form:

Oguri Shun – Mukai Osamu – Fujiki Naohito …

Ich kann nicht sagen, ob das Drama der Vorlage gerecht wurde, das gebe ich unumwunden zu, denn ich habe noch nie ein Manga gelesen.

Ob es mir gefallen hat? Immerhin habe ich es zu Ende gesehen. Es war gut und es hat mich zum Nachdenken angeregt. Über das Kämpfen und Kriege an sich, über Manipulation … So vieles, das noch immer hochaktuell ist. Eine friedliche Welt ein Traum von vielen.

Mir fällt gar nicht viel ein zu dem Drama, in dem ein Mann aus der heutigen Zeit im alten noch ungeeinten Japan landet, dass wäre ungefähr so, wie zu den Zeiten der Lehnsherren, als „ganz“ Deutschland nur Flickwerk war und an einen einzelnen Staat, wie es ihn heute gibt, nicht zu denken war. Unübersichtlich muss es gewesen sein, voller Regelwerk, wie wir es heute nicht kennen.

Saburo ist in der Vergangenheit gefangen, denn er kennt keinen Weg zurück in die Zukunft. Manchmal sind seine diplomatischen Versuche durchaus tragisch, denn sie stoßen einfach auf Unverständnis. Saburo trifft auf 2 weitere Zeitreisende, auch sie sitzen in dieser Zeit fest und versuchen wie Saburo zu überleben. Das Spiel selbst war abwechslungsreich und hat mir gefallen.

Alleine nur …

Die Zeit und ich meine damit nicht die elf Folgen, sondern die Jahre, die im Drama abgedreht wurden. Nobunagas Schwester heiratet und hat mindestens drei Töchter, in der letzten Folge sieht man sie, junge Mädchen. Da fragt man, oder frau, sich schon mal wie das Eheleben zwischen Saburo und Kicho, Nobunagas Frau, so verlaufen ist. Nicht, dass ich einen Blick ins Schlafzimmer werfen will. Es scheint mir nur so merkwürdig, dass all die Jahre, aus dem Portrait von Saburo und Kicho, wie etwas längere Flitterwochen scheinen, ohne, dass es welche waren. Sie sind sich zugetan, ab einem gewissen Punkt vertrauen sie einander, wie auch immer …

Der echte Nobunaga ist kein Mensch mit dem ich an einem Tisch sitzen möchte, denn er benutzt die Menschen um sich, wie Schachfiguren, das Leben selbst, achtet er wenig. Saburo ist es, der das Leben als kostbar empfindet und die Menschen um sich wertschätzt, oft setzt er blindes Vertrauen in sie, und wird am Ende enttäuscht. Aber es gibt nicht nur Blender, umso tragischer die Freundschaft mit „seinem“ Schwager, der seine Idee für eine neue Welt nur all zu gern teilen möchte, aber an der Vormachtstellung seines Vaters scheitert.

Es wird noch einen Film geben, der wahrscheinlich den Rest der Geschichte erzählt, er wird voraussichtlich Ende 2015 herauskommen. Anschauen werde ich mir den wahrscheinlich nicht.

Wenn auch bunt erzählt, hat es zumindest mich nach dem Ende der letzten Folge sehr nachdenklich gestimmt. Besonders nach dem Attentat und der Geiselnahme in Paris. Immer noch gibt es den Traum einer friedlichen Welt, aber noch immer gibt es auch Kriege.

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