drama plus minus eyecandy

Sollte, oder sollte man nicht ein Drama probieren, an dem man nicht sonderlich interessiert ist. Das verheerende ist, dass man ja nicht vorhersehen kann, ob das Drama jetzt super oder „piep“ ist. Ich dachte auch vielleicht nimmt mir mein Zeitproblem die Entscheidung ab, dann hatte ich erst ein geschwollenes Handgelenk. Anmerkung von mir: Nehmt euch nicht nur vorm Riesen- sondern auch vorm Wiesenbärenklau in acht, der „kleine Bruder“ kann auch zur Begegnung, der schmerzhaften Art werden. Okay, weiter im Text, jedenfalls hat dieser „Kontakt“ mein Immunsystem etwas gefordert und jetzt hab ich noch eine Erkältung obendrauf, aber immerhin ist die Schwellung abgeklungen und ich kann wieder tippen ohne zu überlegen, welche Tasten, wo sind.

Lange Rede, kurzer Sinn. Ich hatte diese Woche irgendwie Zeit, auch wenn ich x-mal meinen Finger über das Mausfeld kreisen ließ. Und habe es dann doch probiert. Ihr wisst ja, wo es weiter geht …

Man soll ja nicht immer die Behauptung in den Raum stellen, ich hab es ja geahnt …

Dennoch eine Warnung vorweg, ich werde hier keinen Lobgesang anstimmen. Wie viele Folgen hat es gleich nochmal? 16? Es fängt nämlich an, als hätte es alle Zeit der Welt und damit meine ich die komplette erste Folge und nicht etwa nur die ersten 10 Minuten. Also, wer noch nie ein Drama mit dieser Thematik gesehen hat, kann es sich wahrscheinlich anschauen. Und nein, ich übernehme keine Garantie dafür, dass alle die es beginnen, auch bis zum Ende durchhalten.

Wer es unvoreingenommen probieren will, hört jetzt besser auf zu lesen und schaut es erst einmal, wer dann immer noch meine Meinung wissen will, darf gerne wieder hierher kommen.

 

Irgendwie versucht man die Handlung in einen Bogen zu spannen und dabei wird ausgeholt, weit ausgeholt schließlich geht es darum Gegenwart und fünf Jahre zu zeigen erzählen, vielleicht ist die ganze Info wichtig, vielleicht, ja besser wäre es man hätte sie anders erzählt. So hat die Premiere soviel Schwung wie manches Familiendrama, und die haben heutzutage oft mehr Tempo zu bieten, als das hier. Also, das Drama ist bemüht Humor zu liefern, also den Minimalhumor, aber bei mir ist er nicht wirklich angekommen, wenn auch einige Schauspieler, vor allem bei den älteren, dabei sind, die ich durchaus mag. Aber hier funkt es nicht bei mir. Keine Begeisterung, auf den ersten Metern und ich bemühe mich, fast so sehr wie die Geschichte sich abmüht.

Und wieder einmal frage ich mich, warum bei Operationsszenen am offenen Herzen, die Kamera vom Gesicht zum Herzen geht, haben koreanische Patienten keinen Hals und keine Schultern? Ich spare mir auch den Kommentar, dass Organempfänger immer so dankbar sein müssen, und eine junge Frau immer so aufgedreht lebensfroh sein müssen, dass man sich fragt, welches Gras sie wohl geraucht hat?

Viel schlimmer ist für mich, dass der Verlobte der Herzempfängerin ein Verwandter der Herzspenderin ist und ihr Vater weiß es, aber es wird vor ihr verschwiegen. Zum ersten Mal wird in Südkorea die ärztliche Schweigepflicht befolgt. Dr Kang war der Schwager der Verstorbenen. Da man als Organempfänger einen „siebten Sinn“ entwickelt, weiß man, wenn das Organ mit dem Helikopter kommt, dass es von einer Insel kommen muss. Korea hat ja auch nur eine Insel!

Udo!

Am 5. Todestag der Spenderin geht sie deshalb auf die Insel Udo. Sie läuft dort dem Witwer der Spenderin über den Weg, mit dem sie nach K-Dramagesetz bereits aneinander geruschelt ist. Dort begegnet sie auch den Kindern der Verstorbenen und bekommt „Sand“ in die Augen. Ihre Reaktion kann sie sich nicht erklären. Durch einen weiteren „dummen“ Zufall, stürzt sie ins Meer und wird von dem Witwer gerettet. Und das Drama erspart uns nicht das Detail, dass der Geist der Toten sie mit ihren Händen ihrem Gatten praktisch aufdrängt. Oh, Mann, omman …

Sie will mit der letzten Fähre zurück aufs Festland, ihr ahnt schon, es kommt anders. Immer und immer wieder kreuzt der Witwer ihren Weg, dessen Hilfe sie zuerst ausgeschlagen hatte. Nach einer kleiner Odyssee (gefühlte Ewigkeit) ist sie am Ende doch beim Witwer und seinen beiden Kindern im Haus. Das ältere Kind, die Tochter hängt ihre Klamotten auf und gibt ihr das einzige Kleid ihrer Mutter, das ihr Vater nicht entsorgt hat. Und als dieser sie daran sieht, hat er die Vision seiner Frau vor Augen, bis er erkennt, dass es die junge Frau ist, die er aus dem Wasser gezogen hat.

Eine Folge ist genug für mich, nicht nur, dass sie bald zwischen zwei Männern steht (einer 45, einer 35 Jahre alt, sie selbst ist 27), müssen es auch noch zwei Brüder sein, einer weiß um das Spenderherz, der andere nicht … Und ich mag nicht einen einzigen Charakter.

Zu viel D R A M A in Aussicht für mich vorzeitiger Ausstieg nach einer Folge. Jetzt trau ich mich noch viel weniger an BLADE MAN.

P.S.: Ergänzung, ihr ahnt es vielleicht es gab viel Regen, deshalb nicht soviel Gartenarbeit, mehr Raum für Drama, und dieses hier wird besser, aber dennoch schiebe ich es erst einmal auf die lange Bank, denn ich habe wirklich schon so viele davon gesehen.

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