drama plus minus eyecandy

Unlängst wurde mir zugetragen, dass der Abschluss eines Lebensjahrzehnts besonders kniffelig ist. Die 9er-Jahresstufen, die im Drama behandelt werden, habe ich ja schon hinter mir. Was war damals passiert? Wenn ihr wollt, geht mir zurück ins Jahr:

1979 – ich war in Berlin zum ersten Mal, es gab noch Ost- und Westdeutschland, ich war im Bundestag, damals noch ziemlich düster, ohne Glaskuppel und nur ein weiteres Museum, durch das mich meine Eltern „schleiften“.

Lieblingslied, eines von vielen KISS – I was made for loving you, definitiv das Jahr in dem ich den Rock für mich entdeckte.

1989 – die Mauer fällt, ich denke daran, wie ich 10 Jahre vorher frierend von eine Holztribüne auf das Brandenburger Tor geschaut hatte und irgendwie nicht begreifen konnte, wie das damals hatte passieren können und jetzt war die Grenze offen und die Menschen wechselten einfach so von einer Seite auf die andere, ich gebe es zu, ich saß vorm Fernseher 700 km entfernt von Berlin und mir liefen die Tränen, weil ich so geplättet war.

Lieblingslied, eines von vielen Billy Joel – We didn’t start the fire.

1999 – nix Berlin, dafür viele Propheten, die den Weltuntergang prophezeien, oder zumindest den Absturz tausender Computer. Nix dergleichen passiert, und da war doch was mit Berlin, der Film SONNENALLEE damals ein Muss, wie GOODBYE LENIN einige Jahre später.

Lieblingslied, eines von vielen Texas – Summer Son

2009 minus 1 Jahr, war in Berlin Mamma Mia schauen, war schön. Die Stadt fast 20 Jahre später, die Berliner Luft eine andere, abends am Brandenburger Tor entlang spaziert, das Kopfsteinpflaster auf der Fahrbahn gesehen, wo früher die Mauer verlief … Die Eindrücke überwältigten mich, diesmal nicht geheult, trotzdem Gänsehautfeeling …

Mein persönliches 2009 nicht so toll, muss wohl doch was an der „Altlast“ der 9er Jahre dran sein.

Lieblingslied , eines von vielen Silbermond – Irgendwas bleibt

Ich mag es, ob ich es noch mehr mögen werde, wird die Zukunft bringen, aber bisher macht es Spaß und man kann vorsichtig optimistisch gestimmt sein, nicht nur wegen der Besetzung.

Wir haben eine Mutter, bzw. ältere Schwester, die wunderbare Kim Mi Kyung, die eine Mutter spielt, die ihren Mann kurz nach der Geburt des jüngsten Sohnes Kang Dong Goo verloren hat. Ihren momentanen Wohlstand verdankt die Familie derzeit, dem jüngsten Spross, der als Kinderdarsteller bis zum zarten Alter von 9 Jahren, dafür gesorgt hat, dass die Familie ein schickes Appartement ihr eigen nennt und ein nettes Auto. Diesem Umstand ist es auch zu verdanken, dass Mama den Kleinen ein wenig zu sehr betüttelt und er ein etwas schräges Bild von sich hat, er ist ein STAR (Lasst ihn da raus! – Möchte man fast rufen …). Problem nur er hat wohl seinen natürlichen Charme in der Zwischenzeit irgendwo verloren. Schauspieltalent würden wir eher bei anderen vermuten,und prompt fällt er zum ersten Mal bei einem Vorsprechen durch.

Sohn Nummer 2, Kang Min Goo, ist ein wahrer Hitzkopf, aber er hat das im Griff meint seine Mutter, seit er Judo macht, andere würden sagen, er sollte es vielleicht mal mit autogenem Training probieren. Normal behauptet er sich im Wettbewerb immer, was den Sport betrifft, aber heute ist alles irgendwie anders, wenn er eine Medaille holt, bekommt er ein Stipendium auf einer Schule, auf die er unter normalen Umständen nie kommen würde. Aber er bekommt im wahrsten Sinne des Wortes Fracksausen und die Chance ist vorerst dahin.

Der älteste Sohn, Kang Jin Goo, benimmt sich wie ein Playboy, und versprüht seinen Charme in Massen, aber das Mädel für das er sich eigentlich interessiert, weiß nichts von ihrem Glück und sie sind nur gute Freunde. Er ist scheinbar doch nicht so selbstsicher. Als er sich endlich überwindet ihr seine Gefühle zu gestehen, scheint sein bester Freund schneller, als er. Und im Job, gibt es auch Probleme mit seinem Vorgesetzten.

Das ist nichts im Vergleich mit dem Onkel, Goo Kwang Soo, der seit seiner letzten Beziehung keine Anstalten mehr macht das Singledasein aufzugeben, seine letzte endete übrigens als er 29 war. Im Moment hat er jedoch berufliche Sorgen, während einer Live-Übertragung seiner Musiksendung im Fernsehen lässt ein Sänger seine Hosen fallen und die ganze Nation schaut geschockt zu. Er auch, der Befehl zum Cut kommt etwas spät und so findet er sich als Programmdirektor irgendeiner sinnfreien Unterhaltungssendung wieder, die absolut nicht sein Ding ist.

Das einzige weibliche Wesen im Haus wagt gerne mal einen Blick in die Zukunft, und da alle ihre Männer in einem Alter sind das mit 9 endet ist sie gewarnt, dieses Jahr wird kein leichtes für die Familie sein. Sie hat einen Berater an ihrer Seite, von dem sie fleißig Amulette und andere kleine Hilfsmittel erwirbt mit der Hoffnung wenigstens das Schlimmste zu vermeiden. Ihre Söhne und ihr Bruder freilich ignorieren ihre „Panikmache“, aber irgendwann setzt die Realität ein und sie fragen sich:

Geht das alles mit rechten Dingen zu?

Sehr unterhaltsam, ich bleibe dran …

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