drama plus minus eyecandy

Ich war sehr unsicher, ob ich dieses Drama sehen wollte. Vielleicht war es auch nur die Furcht ein typisches Gerangel ums Kind und kleine aber feine Machtspielchen ansehen zu müssen. Mit Sicherheit kann ich eines behaupten das Drama zielt auf das erwachsene Publikum. Abhängig davon wie es sich weiter entwickelt bleibt es dennoch ein Familiendrama, das durchaus auch für das aufgeschlossene jugendliche Publikum geeignet ist. ob das allerdings Probleme der Elterngeneration erkunden mag, wage ich zu bezweifeln.

Ich war durchaus überrascht vom Start dieses Dramas, weil dieser Stoff geradezu nach Makjang schreit und ich dagegen eine Aversion habe.

Normalerweise gehe ich weniger auf die Handlung ein, aber hier muss man doch etwas in das Getümmel an Figuren hinein stürzen um sich einen Überblick zu verschaffen. Zunächst haben wir unsere Hauptfigur – die Mama, Han Seung Hee, sie ist eine erfolgreiche Malerin und kehrt nach langen Jahren aus Kanada zurück nach Korea, begleitet sie von ihrem Sohn Han Geu Roo. Der Auslöser für ihre Rückkehr ist eine tödliche Erkrankung ihrerseits, weshalb sie ein Zuhause für ihren Sohn sucht, denn sie selbst hat keine weiteren Verwandten.

Wie man anhand der Nachnamen vermuten kann ist Mama Han nie verheiratet gewesen. Wie kam es dazu? Nun ihr damaliger Freund Moon Tae Joo hat sie abserviert, es scheint aber, dass er nichts von der Schwangerschaft gewusst hat. Er hat sich von ihr getrennt nachdem er für sich erkannt hat, sie beide würden zusammen niemals erfolgreich durchs Leben gehen und immer nur geradeso über die Runden kommen. In einem hatte er wohl recht, in seiner Befürchtung er würde nie Erfolg haben, denn er ist trotz guter Ausbildung beruflich nicht dort gelandet wo er hin wollte, und ich gehe nicht darauf ein, wozu er so alles noch in der Lage scheint um endlich den lang herbeigesehnten Erfolg zu haben. Für Seung Hee hatte es den Vorteil sie wurde all das, was er nie erreicht hat, erfolgreich, reich und unabhängig. Allein ihr Sohn mag dabei etwas zu kurz gekommen sein, denn das Mutter-Sohn-Verhältnis hat etwas gelitten.

Mama Han hat einen Ermittler auf Moon Tae Joo angesetzt und weiß bald mehr über seine finanzielle Misere, als dieser selbst, deshalb begleicht sie alle Schulden von Park Nam Soon, der Ehefrau von Tae Joo und Mutter von Geu Roos Halbschwester Bo Na. Nachdem diese bereit ist für ihre Gönnerin alles zu tun was in ihrer Macht steht. Stellt Seung Hee ihre Forderung: Sei eine Mutter für meinen Sohn! Und sie tut es, aber Mama Han geht noch weiter, während sie versucht Kontakt mit Tae Joon aufzunehmen, aber der immer wieder kneift, sorgt sie dafür, dass Nam Soon Nachhilfe erhält, denn ihrem Mann kann sie die finanziellen Nöte nicht vertrauen, ihre Mutter sucht auch nur den eigenen Vorteil, ihre Schwägerin ist gekränkt weil sie ursprünglich gegen die Hochzeit mit ihrem Bruder war und weil diese nun finanziell besser dasteht möchte sie Nam Soon mit dem Entzug von finanzieller Hilfe erzieherisch disziplinieren. Ihr Bruder ist auch keine Hilfe, denn er geht den Weg des geringsten Widerstandes und hält zu seiner Frau und ihre Schwiegermutter setzt sie mit dem bislang „unerfüllten“ Wunsch nach einem Stammhalter zusätzlich unter Druck. Hinzu kommt ihr eigener Wunsch nach Perfektion um es allen mehr oder weniger recht zu machen, wobei sie letztlich auf der Strecke bleibt.

Unter den wachsamen Augen der Nachbarinnen erscheinen Seung Hee und Nam Soo wie beste Freundinnen, wo sie sich doch gerade erst kennen lernen und praktisch keine Gemeinsamkeiten haben außer, dass beide Mütter sind. Seung Hee scheint mehr und mehr zu Nam Soons Schutzengel zu werden, für den Nam Soon sie von ihrer ersten Begegnung an hält. Seung Hee fühlt sich in dieser Rolle nicht sonderlich wohl, sind ihr selbständige Menschen doch um vieles angenehmer, als anlehnungsbedürftige und gefühlsduselige Heimchen vom Herd.

Tae Joo den man zuerst für einen liebevollen und loyalen Familienvater und Ehemann hält, scheint eine Rückentwicklung durchzumachen und in dieselbe Situation zu geraten wie damals, als er sich von Seung Hee trennte. Ein Glück, dass es auch noch andere männliche Wesen in diesem Drama gibt. Koo Ji Sub hat seine Mutter verloren und eifert seinem Vater in nichts nach, er ist Fotograf und lehnt die Firma seines Vaters ab. Sein Vater versucht ihn dadurch gefügig zu machen, dass er das Haus in dem Ji Sub und seine Mutter einst lebten und er die letzten Jahre alleine nutze vermietet um ihn dadurch in die Firma zu zwingen. Wer mag wohl die Mieterin sein? Seung Hee gibt sich wenig beeindruckt von Ji Sub, der ihren Auszug fordert. Woraufhin er kurzerhand vor ihrer Haustür kampiert. Hier liegt genug Potential für eine Beziehung der besonderen Art und sollte es nicht zwischen Seung Hee und Ji Sub funktionieren, könnte ich mir vorstellen, dass Ji Sub und Geu Roo sich wunderbar verstehen könnten, der eine, der seine Mutter bereits verloren hat und der andere, der sie schon bald verlieren wird.

Ich habe tatsächlich schon die 3. Folge gesehen, obwohl ich nur die gewöhnliche Kostprobe von den ersten beiden Folgen ansehen wollte. Mal sehen, wie es weiter geht.

 

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