drama plus minus eyecandy

Bei manchen Serien wundert man sich, dass die Zeit schneller vorbei zu gehen scheint, als bei anderen. Mir ist es mit CAN WE LOVE so ergangen. Das Drama hat so ziemlich jede mögliche Wendung oder Belastungsprobe für Beziehungen behandelt, am Ende weiß ich nicht genau, bin ich glücklich, erleichtert oder nur verwundert?

Jede Menge Beziehungsglück und Beziehungsstress, bei dem unsere Hauptfigur, die Autorin Yoon, sich die „Bühne“ mit ihren Freundinnen teilen muss. Hätte ich mir das Ende in anderer Form gewünscht? Ich müsste lügen, würde ich hier mit Nein antworten.

Während man von Beginn an davon ausgeht, dass die Autorin und der Regisseur ein Happy-End finden, hatte man es für ihre Freundin Sun Mi irgendwo gehofft, wenn auch nicht wirklich daran geglaubt. Für die am längsten Verheiratete Ji Hyun hatte man irgendwie das Gegenteil gehofft, dass sie sich frei macht von dieser ach so hoch angesehenen Familie ihres Mannes, und ihn gleich mit weg.

Ji Hyuns Mann war für mich ein schwaches Glied in den Charakteren, denn seine Figur schien erst blutarm und am Ende schien es dann etwas unglaubwürdig. Wogegen ihre „Jugendliebe“ fast zu perfekt schien für sie und deshalb als Zuschauer nicht immer nachvollziehbar war, warum sie nicht einfach ihre Ehe hinschmeißt und zu ihm geht. Vielleicht auch ein Fehler in der Regie, die soviel mehr erotische Spannung zu ihrem Ex aufbaute, dass man das Gefühl hatte, die Liebe ist noch nicht erkaltet. Und in ihrer Ehe schien es viel eher ein Belohnungsprinzip gewesen zu sein, wenn sie brav war, gab es Streicheleinheiten. Das empfand ich als größtes Manko, der Serie. Und das ihr „Schicksal“ wirklich überstrapaziert war. Da hätte man lieber auf das obligatorische Schwiegermonster verzichtet und dafür einen besseren Konflikt mit ihrem Mann und ihm dadurch mehr „Profil“ gegönnt.

Bei Sun Mi, war ich zuerst etwas beeindruckt und dann empfand ich die Rolle regelrecht abstoßend. Ich wüsste nicht mit Bestimmtheit zu sagen ob eine Freundschaft mit ihr im realen Leben wirkliche Überlebenschancen hätte. Da denkt man fast, so verzweifelt kann man doch gar nicht sein. Aber immerhin hat sie dann doch noch die Kurve gekriegt. Ja, ja. Sie sagen immer harte Schale, weicher Kern, aber Sun Mi hat schon sehr viel harte Schale zu bieten. Ihren „Goldjungen“ neide ich ihr etwas, sei es auch nur, dass immer jemand da ist der den Kühlschrank auffüllt.

Was uns zurück zur Hauptfigur bring Jung Wan, die von allen am ausgewogensten angelegt ist. Was sich auf die Familienmitglieder, zukünftige und gewesene auswirkt, positiv wohlgemerkt. Auch, wenn ihre Mutter am Anfang etwas unsympathisch daher kommt, legt sich das später. Ihre Probleme mit dem Ex-Mann und dessen Familie enden nicht nach der Scheidung. Und ihr beruflicher Wiedereinstieg wird ihr ganz persönlicher Drehmoment im Leben, auch privat. Und wie sie es schafft mit ihrer Natürlichkeit, den in aller Welt bekannten und geachteten Regisseur Oh Kyung Soo zu erobern macht Spaß.

Die Figuren sind größtenteils sehr komplex angelegt, genau wie die familiären Beziehungen, diese manchmal zu überladen. Alles in allem war es dennoch kurzweilig und hatte dieses unterschwellig heimelige Gefühl von „alten“ Dramen an Bord. Es war nicht schlecht und ich habe es nicht bereut. Bin aber sicher, dass ich es nicht noch einmal schauen werde und ankucken sollte es nur, wer das Genre Family leiden mag und Fans der Schauspieler.

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