drama plus minus eyecandy

Gewartet hab ich ja auf dieses Drama und eine gewisse Vorstellung hatte ich auch, aber was jetzt kommt zumindest in den ersten 2 Folgen ist. Oh, Mann! Der eindeutige Leitfaden nicht zu früh zu heiraten, oder sich vielleicht doch besser kennenzulernen.

Eine gescheiterte Ehe ist für jeden ein emotionaler Rucksack, den man nicht so schnell ablegen kann, oder vielmehr sind es auch nur die subjektiven Erinnerungen daran.

Wenn ein Paar schon darüber streiten kann, ob das Glas Wasser halb voll oder halb leer ist. Die Menge des Wassers im Glas scheint gar nicht so wichtig, Hauptsache es reicht aus, um einen Sturm im selbigen Wasserglas auszulösen.

Zu Beginn sieht man das junge Glück, er im feschen Anzug und sie in einem kurzen Brautkleid durch die Innenstadt ihrer Zukunft entgegen laufen, ziemlich schnell und eigentlich auch gar nicht ihrer Zukunft entgegen vielmehr, den Häschern seiner Familie davon.

Oh Chang Min und  seine drei Jahre ältere Braut auf dem Weg in ein gemeinsames Leben, das scheint viele zu überraschen sogar den Pfarrer mitten in seinem Gottesdienst, der die beiden auch flugs  traut. Vielleicht sollte man erwähnen, das besagter Pfarrer vorher ein Studienprofessor des Bräutigams war. Die ganze Prozedur endet unter dem Applaus der überraschten Kirchengemeinde und war wahrscheinlich der glücklichste Moment dieser Ehe, denn der zuvor so gutaussehende und überhaupt ein Musterexemplar von Mann, wie sich Jang Min gerne selbst sieht kann in der Realität kaum bestehen. Er muss sein Medizinstudium aufgeben, weil seine Familie ihm den Finanzhahn abdreht. Von da an putzt er Klinken in Krankenhäuser um alle möglichen Pillen an den Mann oder die Frau zu bringen, mit scheinbar mäßigem Erfolg.

Oh Jin Hee leidet darunter, dass ihr Gatte sich für das Maß aller Dinge hält, und seine Familie sie vollkommen ablehnt. Sie entwickelt eine Depression, die von Panikattacken begleitet wird. Sie schluckt alle möglichen Tablettenmuster, die ihr Mann nicht verkaufen kann. Aber, da es nicht besonders anschlägt misstraut sie ihm. Und denkt sogar, er wolle sie mit den Medikamenten vergiften um sie los zu werden, weil er ihrer überdrüssig wird. Tatsächlich hat sie in der Schublade ihres Schminktisches die schon von ihm unterzeichneten Scheidungspapiere. Aber noch will sie, das ihre Ehe wieder funktioniert.  Beide gehen zu einem Psychologen, aber mehr als die gegenseitigen Sichtweisen des einen auf den anderen bringen diese nicht zu Tage, außer der Erkenntnis, das Jin Hee sogar an kreisrundem Haarausfall leidet durch all den psychischen Druck den sie durch ihren Mann erfährt.

Chang Min hat keinerlei Verständnis für ihre Fisimatenten, eines Abends eskaliert die ganze Situation und nach den letzten Gemeinheiten, die sie sich gegenseitig vorwerfen, einigen toten Fischen, dem schmerzhaften Abschied von einer Designerhandtasche und einer unzähligen Menge zerdepperten Geschirrs und Musik-CDs sind beide am Ende und ihre Ehe sowieso.

Sechs Jahre später:

Chang Min hat sein Medizinstudium abgeschlossen und auch Jin Hee hat aus welchen Gründen immer ein Medizinstudium hinter sich gebracht.

An ihrem ersten Arbeitstag als Assistenzärzte, landen sie nicht nur im selben Krankenhaus, sondern auch im selben Team und damit in der gleichen Abteilung. Wenn sie bisher schon dachten sie seien in der Hölle angekommen wissen sie es mit Sicherheit, als sie ihren Vorgesetzten kennenlernen, denn dessen Spitzname ist „der Teufel“.

Selbst sechs Jahre des Getrenntseins scheinen die Wunden, die Ansichten über den jeweils anderen und den Umgangston der beiden nur unwesentlich verändert zu haben. Keiner will kleinbeigeben. Und jeder denkt, das Schicksal muss ein ganz perverses Spiel mit ihm/ihr treiben. Alles Schreien und Klagen hilft nichts, denn jetzt gilt es im Team zu funktionieren, denn der Leiter der Notaufnahme in der sie ihren Dienst antreten, gibt jedem Teammitglied nur die Note, die der Schlechteste von ihnen hat.

Für Chang Min ist es klar, wer für ihn den Schwachpunkt des Teams darstellt und auch die anderen jungen Ärzte trauen Jin Hee, nach einem ersten Fauxpas nicht wirklich viel zu. Als Chang Min den Vorgesetzten bittet Jin Hee oder ihn in eine andere Abteilung zu versetzten. Entgegnet der: Warum? War da mal was? Was Chang Min verneint. Wie könnten er und diese Dumpfbacke, nie im Leben …

***

Ja, ja immer diese perfekten Jungs mit dem Prinzsyndrom, aber lernt man erst einmal die Mama, dieses männlichen Prachtexemplars kennen wissen wir woher diese „Wahnvorstellungen“ dieses eigenen Selbstbildnisses herrühren. (Witzig ist das die Schauspielerin, die die Stiefmutter von Chois Charakter in Heirs spielte, hier seine leibliche Mutter darstellt.)

Dagegen scheint seine Angebetete ein so zartes Blümchen zu sein, wie wir es nur selten im K-Drama zu sehen bekommen, außer die Figur ist zum Sterben verurteilt, was hier nicht geplant scheint.

Es wird interessant, wie dieses Drama es fertig bringen will, diese beiden „erwachsen“ werden zu lassen um „erwachsene“ Entscheidungen zu treffen, was bestimmt nicht von Nachteil ist, wenn man praktizierender Arzt ist. (Ich mein ja nur.)

Übrigens geht es zum Ende der 2. Folge heiß her in der Notaufnahme und in einem waghalsigen Versuch schlimmeres zu vermeiden greift Jin Hee zum „Schocker“, wird sich zeigen, wie begeistert ihr Ex-Gatte ist, wenn er erst mal wieder zu sich kommt.

Tendenz für das Drama:

Abwarten – Tee trinken – Drama mal ein Stückchen weiter kucken und dann eine „erwachsene“ Entscheidung treffen …

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Schlagwörter-Wolke

%d Bloggern gefällt das: