drama plus minus eyecandy

Gibt es viele taiwanische Dramen, die ich mir irgendwann wieder einmal anschaue? Nein, eigentlich nur dieses, okay und vielleicht noch zwei andere.

Warum?

Weil es komplexe Figuren gibt, schwere Schicksale, und hier zieht nicht alleine der Zuschauer Lehren, auch die Figuren selbst lernen. Es gibt zu keinem Moment eine komplette 180 Grad Wendung, was nahezu unglaublich ist, bei der Fülle der Geschichte. Und irgendwie wird dieses Drama nicht wirklich alt.

Am Anfang des Dramas ist Ren Guang Xi, nicht weniger Kotzbrocken, als seine koreanischen Verwandten. Er ist ein verwöhnter Prinz, der nichts mehr hasst, als die Bevormundung durch seine schneekönigingleiche Mutter. Eine Frau ohne Herz so scheint es, die ihren Mann, Guang Xis Vater, in den Selbstmord getrieben hat. Was er ihr vorhält und weshalb er sich auflehnt, wo er nur kann. Er studiert Jura, fährt ein Sportcabrio und gönnt sich als Hobby Eishockey, das seiner Mutter natürlich viel zu gefährlich ist. Was ihr Junior nur noch mehr daran festhalten lässt. Von klein auf hat Guang Xi, die beste Erziehung genossen und die besten Lehrer bekommen, eine kleine Intelligenzbestie, die Nahrung brauchte, auf der Strecke blieb dabei seine Sozialkompetenz, denn die meisten Kumpels mit denen er rumhängt sind keine wahren Freunde.

Womit wir zu Liang Mu Cheng kommen, die als Kind begeistert Klavierunterricht nahm. Aber sie verlor ihre Eltern früh, mit ihnen einen gewissen Wohlstand und auch die Möglichkeit des Klavierspiels. Ihren Lebensmut hat sie nicht verloren, sie beginnt in der Kantine von Guang Xis Universität zu arbeiten. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege und als Mu Chengs „Stiefonkel“ ihr nicht nur wie üblich nach spannt, sondern sie betascht ist Guang Xi da um sie zu beschützen.

Guang Xi der sein Leben leer wähnte, hat plötzlich jemanden um den er sich sorgt. Und endlich einen Menschen, der ihn annimmt so wie er ist. Das heißt nicht, dass Mu Cheng ihm alles durchgehen lässt. Die zwei kabbeln sich ständig bis sie sich ihre Liebe eingestehen und diese auch leben. Guang Xis Mutter ist wenig begeistert, denn ihre Vorstellung einer Schwiegertochter sieht anders aus, wie Mu Cheng, die nichts hat, also auch nichts ist.

Mitten in diesen familiären Zwist platzt Guang Xis Diagnose Hirntumor, mit so gut wie keiner Überlebenschance. Er beschließt Mu Cheng von sich weg zu stoßen. Natürlich klappt das bei einem solchen Mädchen, wie ihr nicht, kennt sie es doch selbst aus eigener Erfahrung, dass mehr dahinter steckt, wenn Menschen andere von sich stoßen. Es kommt zur großen Versöhnung zwischen den beiden und Guang Xis Mutter lenkt ein für die Zeit, die bis zur Operation bleibt, denn Guang Xi ist nur bereit sich operieren zu lassen, wenn er Mu Cheng an seiner Seite weiß. Als er jedoch wach wird ist seine Erinnerungen fürs Erste ausgelöscht und so nimmt er das Leben und die Tage wie sie kommen, und baut sich ein neues Leben auf, ganz nach den Wünschen seiner Mutter.

6 Jahre braucht es bis Mu Cheng und Guang Xi sich wieder begegnen. Guang Xi ist inzwischen mit einer Anderen verlobt, von der er glaubt sie sei, die Person, die ihn durch dick und dünn begleitet hat, ergo die einzig wahre Partnerin für ihn. Als er Mu Cheng gegenüber steht, erkennt er sie nicht und das ihr kleiner Sohn, auch der seine ist, kann er schlecht ahnen.

Prekär wird es, als Guang Xi Sozialstunden aufgebrummt bekommt, wegen sagen wir ungebürlichen Verhaltens gegen einen Klienten im Gerichtssaal. Er wird in den Ort geschickt in dem Mu Cheng, ihr kleiner Sohn Xiao Le, sowie Hua Tuo Ye leben, den auch Guang Xi kennt, theoretisch jedenfalls. Guang Xi findet Quatier im Haus von Mutter und Sohn Liang, und Mu Cheng sieht sich dem Problem gegenüber, ihren Sohn von der Idee, Guang Xi als seinen Vater zu adoptieren, abzubringen.

Ich könnte erzählen und erzählen, aber man sollte es vielleicht selber probieren. Natürlich könnte man manches Mal verzweifeln, wenn ein Dickschädel so dick wie zwei ist. Oder, wenn Blödheit ins Spiel kommt, aber manchmal sind wir doch alle ein bisschen Guang Xi oder Mu Cheng, hoher IQ/EQ, hin oder her.

Dann halt ich es gerne mit Xiao Les baby-englisch – mischu, mischu …

Die jungen Schauspieler finde ich hier alle sehr bestrebt ihre Figuren am Leben zu halten, was erfrischend ist, weil hier nicht diese typisch überladene Spiel aus Taiwan vorkommt, siehe HI, MY SWEETHART oder ach, ich hab den Namen vergessen, zu übel …

 

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