drama plus minus eyecandy

Ich habe geschworen, ich werde das erste Drama das Kim Nam Gil nach seinem Militärdienst dreht anschauen, und hier bin ich. Ein Rachedrama und das mir …

Erstaunlicherweise hat er wie bei Bad Guy, einen Schnauzer und einen vernarbten Rücken, aber er ist so scheint es um noch einiges böser.

Es ist der dritte Teil eine Rache-Triologie, wenn auch die Geschichten nur das gemeinsame Thema haben. Wie bei RESURRECTION und THE DEVIL zeichnen auch hier Autor Kim Ji Woo und Regisseur Park Chan Hong verantwortlich

*****

Faszinierend, nach 4 Episoden, hat fast jeder Charakter nette Züge und furchteinflößende, außer vielleicht Hae Woo. Aber ich beneide sie nicht um ihren Großvater, na ja um ihren Vater auch nicht wirklich, aber der ist wieder ein anderes Kaliber. Ich bin mir auch nicht sicher, ob man Yi Soos Vater nur als Opfer sehen kann, oder ob er nicht auch in irgendeiner Form Täter war. Auch, wenn die Schnitte manchmal etwas irritierend sind und man sich erst orientieren muss, wo in der Geschichte man gerade ist. Ist es bislang kein Stück langweilig, jedenfalls für mich.

Und ist Yi Soo, gleich seinem Vater Opfer oder Täter? Wohl eher beides.

***

Nach dem Ende des Dramas musste ich die Geschichte erst einmal sacken lassen, wenn SHARK eines nicht ist, dann ein einfaches Drama. Man muss sich schon darauf einlassen um Gefallen daran finden zu können und man muss damit leben können, dass nicht alle Geschichten ein Happy End haben.

Ich hatte zu Beginn des Dramas, das Gefühl es ginge um die Geschichte von Yi Soo, nach der letzten Folge jedoch bin ich für meinen Teil zu der Überzeugung gelangt, dass Yi Soo stellvertretend für viele Menschen auf dieser Welt ist, für all jene die den Kampf gegen Missstände, Ungerechtigkeit, Machtmissbrauch, uvm. führen. Und dabei auch die Konsequenz ihr Leben dabei zu verlieren in Kauf nehmen, trotzdem leben sie und vielleicht haben sie auch jemanden den sie lieben.

Der Ton der Serie ändert sich fast 19 Episoden lang kaum, so lange nicht bis der Sack zu ist und Hae Woos Großvater endlich eines Verbrechens angeklagt und verhaftet wird und auch wenn schon vorher manche Hintergründe, wie das Überleben Yi Soos oder das Profil von Yi Soos japanischem Ziehvater nicht klar gezeichnet werden und somit vieles in diesem Drama im Dunkeln bleibt, so ist man eben als Zuschauer dazu aufgefordert sich sein eigenes Bild von Orpheus zu machen und seine eigene Entscheidung zu fällen ist es gut oder schlecht den Blick zurück zu werfen, oder wird man das was man liebt opfern, wenn man zurück schaut und ein Verbrechen offen legt, das der Gesellschaft so nicht bekannt war.

Überhaupt porträtiert dieses Drama, die darin vorkommenden Charaktere, wie bei einem Puzzle, das es zusammen zu setzen gilt. Und solange man nicht alle Teile hat kann man sich die Figur nur teilweise erklären, so wie im richtigen Leben, denn hier kennt man auch immer nur einen Teil eines Menschen.

Yi Soo ist entschlossen den Mann der seine Position auf unehrliche Weise erarbeitet hat, was schon fast zu harmlos klingt, bei dem was der Hae Woos Großvater auf dem Kerbholz hat, zu Fall zu bringen und mit ihm sein ganzes Imperium. Er weiß, was er Hae Woo damit zumutet, wenn sie sich mit diesem Teil ihrer Familiengeschichte auseinandersetzen muss, was er nicht weiß, dass auch für ihn noch eine kleine Schachtel der Pandora wartet.

Ich bin noch nicht sicher, ob ich die letzte Folge gut finde, weil sie noch einmal so viele Fragen aufwirbelt, oder nicht so gut, weil es dadurch eben auch Ungelöstes gibt. Wie dem auch sei bin ich zu der Ansicht gelangt, dass dieses Drama eben durchaus universell ist. Mit seinen ganzen Konflikten, sei es um die einfachste menschliche Moral bis hin zum großen Ganzen.

Warum braucht ein einzelner Mensch soviel Macht?

Und mit was ist diese Gier nach mehr zu stoppen?

Was rechtfertigt einen Mord?

Und kann man von Moral sprechen, wenn man selbst keine kennt?

Dieses Drama wirft sehr viele Fragen auf, sehr, sehr viele.

Wer also lieber einen kleinen Drama-Imbiss für zwischendurch sucht, dürfte hiermit nicht allzu glücklich werden.

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