drama plus minus eyecandy

Nichts eignet sich besser um ein Märchen zu inszenieren, als ein etwas arroganter und introvertierter Prinz und eine etwas extrovertierte und burschikose Bürgerstochter. Mangels Feen und Elfen, bemühen wir, die Großväter der beiden und lassen die etwas betagten Männer vereinbaren, die jungen Leute, wenn sie ein angemessenes Alter erreicht haben einander zu ehelichen. Was wir selbst für unser eigenes Leben nicht als reizvoll empfinden entwickelt auf dem Bildschirm dennoch eine ganz eigene Faszination.

*****

Goong könnte man ja als nette royale Geschichte abtun, dabei ist es doch so voller Tragik.

Jae Kyung stand ja eigentlich schon immer als Braut fest, mehr oder minder, nun ja in der Theorie, hätte sie ja nein sagen können. Aber Theorie bleibt ein großes Wort.

Denn als die beiden Großväter versprachen ihre Enkel zu verheiraten, da war Yun, der Nächste in der Thronfolge. Wie es das Schicksal, wer sonst, aber wollte kam sein Vater ums Leben und so wurde dessen Bruder der nächste König und Yun wurde dadurch ausgeschlossen. Von nun an galt Shin, als der Erbprinz und wurde zu Jae Kyungs Bräutigam. Yun war ja auch noch auf Solopfaden unterwegs, es wäre also zu einfach gewesen. Sein Cousin Shin jedoch hat eine Freundin und er wiederum eine theoretische Wahlmöglichkeit nämlich, seine „Versprochene“ verzichtet auf ihn, wenn seine Liebste ihn heiraten möchte. Aber die Herzauserwählte denkt gar nicht daran in so jungen Jahren zu heiraten, nur weil es der Palast und vielleicht sogar das ganze Land wünscht. Sie hat eigene Pläne, die nicht unbedingt mit einem Platz im Palast vereinbar sind.

So fügen sich Jae Kyung und Shin dem Unvermeidbaren und heiraten.  Das aufeinanderprallen zweier Menschen, die nicht unterschiedlicher sein könnten, die sich durch die Hochzeitsrituale schlängeln nur, die Ehe selbst wird noch nicht vollzogen, aus Rücksicht vor dem Alter der Beteiligten.

Das ist auch alles wunderbar anzusehen, und in der Erinnerung überwiegen dann eben die schönen Momente.

Man vergisst einfach die zickige Exfreundin, man verdrängt Yuns Neid, es entschwindet das Bild eine Mutter von Macht beseelt wird und am Ende sich selbst zum Opfer macht, man vergisst auch das Shin hie und da ein paar Seiten von sich zeigt, wo man Jae Kyung zurufen will „Renn einfach und dreh dich ja nicht um!“ Aber wenigstens gibt es Öhmchen, Shins große Schwester, Jae Kyungs kleinen Bruder, und einen wunderschönen Palast im Hintergrund, eine Reise nach Vietnam. Und eine Schwangerschaft, die nach Dr. Sommer so gar nicht möglich ist. Aber das ist eben K-Drama!

Wenn mich einer nach meiner Lieblingsszene fragen würde, würde ich sage, die in der Shin, Jae Kyung und Öhmchen mit dem Pick Up stecken bleiben. Ich sag es ja in der Erinnerung überwiegen doch die schönen Momente.

Bedingt empfehlenswert, manche lieben es abgöttisch andere hassen es mindestens genauso!

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Kommentare zu: "… mehr zu GOONG" (2)

  1. Ich habe Goong geliebt! Wobei es den Zauber von etwas hatte, was man frisch entdeckt: Eines meiner ersten KDramas. Und ich denke, die Schwangerschaft kommt nach einem Vorspulen in die Zukunft zustande, wo man davon ausgehen kann, dass die ehe schließlich volllzogen wurde. Die unnötige Verlängerung von Goong hat das ganze etwas schwierig gemacht.

    • Ja, ja die Liebe ist eine Himmelsmacht.
      Und egal, wie es passiert sein mag. Hauptsache in diesem Fall ist das Happy-End, in diesem Fall ging es wirklich nicht ohne.^^

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