drama plus minus eyecandy

Beautiful Days war eines der Dramen, das zu meinen ersten gehörte. Und es hat es geschafft, dass ich es mir schon öfter als einmal angeschaut habe. Auch wenn man ihm sein Alter jetzt anmerkt und man über manches Lächeln möchte oder einfach nur auf seinen Bildschirm einschlagen will. So bleibt es doch eine Urmutter des koreanischen Dramas schlechthin, denn Beautiful Days hat wirklich von jedem Dramaklischee etwas: ein Geburtsgeheimnis, die Leukämie-Erkrankung der Dramaheldin, der reiche Junge, der sich in ein armes Mädchen verliebt, Rivalität unter Brüdern, Selbstmord, der wirtschaftliche Abstieg der vorher Reichen, sehr viel Karma und mindestens genau soviel Liebe.

Ursprünglich war für die Geschichte ein anderes Ende vorgesehen (so sagen die Gerüchte) und auch nicht so viele Folgen, aber das Publikum konnte nicht genug davon bekommen, deshalb wurde die Geschichte länger und am Ende gab es das Happy-End, das sich die Zuschauer wünschten.

*****

Mein erstes Drama mit Lee Byung Hun, und wer will es mir verdenken, dass mich der arrogante Kerl mit seinem schelmischen Lächeln und seinem herausfordernden Blick nicht mehr aufhören ließ die Folgen zu Ende zu schauen.

Ja, sicher es ist schon etwas betagt dieses Drama, denn heute werden die Wischerärme der Autos nicht mehr hochgeklappt mit weißen Handschuhen geschmückt und hin- herbewegt. Und leider gibt aus auch kaum mehr diese Szenen, die einen den Atem stocken lassen, nur wenn es um den Knopf einer Bluse geht. Das liegt aber nicht alleine an den Schauspielern, sondern vielmehr an einer gewissen Sensibilität, die man nur noch schwer findet. Bei Beautiful Days ist sie vorhanden, und ich rede jetzt nicht von den Charakteren der Serie, sondern von der Umsetzung der Geschichte. Zugegeben harter Tobak, und soviel davon das man fast zwei Dramen daraus hätte machen können. Aber wir haben immerhin 24 Folgen und so bleibt nicht soviel Zeit zur Langeweile, wenn man als Zuschauer, dennoch das ein oder andere Mal genervt scheint vom Verhalten einzelner. Auch sind die Handlungsstränge kaum schlagbar, wenn es darum geht, welche Wahrheit für wen unabdingbar ist und welche Methode gerechtfertigt ist um diese ans Tageslicht zu bringen. Dicht gefolgt von den Entscheidungen die Liebende für ihre Auserwählten treffen, ohne diese in die Entscheidungen mit einzubeziehen.

Und dennoch wird am Ende alles gut, weil wenigsten ein paar aufrechte Nebencharaktere und ab und zu die Hauptfiguren ein Einsehen mit sich und den Menschen um sie herum haben.

Also, wer ein ständiges Auf und Ab von Emotionen nicht scheut, ein paar Handgreiflichkeiten, sowie einen etwas erhöhten Lautstärkepegel hier und da, sollte es mal ausprobieren.

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