drama plus minus eyecandy

Oft versuche ich nicht mehr als ein Ärztedrama im Jahr zu schauen -und dann kommt doch wieder ein neues und ich sage mir probier die ersten zwei Episoden und dann wirst du schon sehen … So ist aller Laster Anfang, nicht wahr? So auch bei diesem, ich konnte nicht widerstehen, wir oder die meisten mögen leicht verquere Einzelgänger, die so tiefgründig vor sich hinstarren können, als genüge allein ihr Blick um neue Galaxien im Nachthimmel zu orten ganz ohne Teleskop.

Nie zuvor habe ich einen Schauspieler gesehen, der sein Handy in solch einer Art benutzt. Schade nur, dass man das im wahren Leben nicht geboten bekommt.

Und wenn alles andere sonst stimmt, verzeihen wir auch einmal, dass man aus einer kämpferischen Frau in wenigen Folgen ein handzahmes Kätzchen macht, bei dem man sich fragt wie sie denn überhaupt jemals ihr Medizinstudium abschliessen konnte, oder ob es wirklich im Sinne der Allgemeinheit ist sie auf Patienten los zu lassen. Egal Brain wurde mehrfach ausgezeichnet mit dem sendereigenen Drama-Award für den besten Hauptdarsteller, den besten Nebendarsteller, das beste OTP, das zusätzlich auch den Publikumspreis bekam.

*****

Der Schauspieler Shin Ha Kyun hat mich dazu gebracht dieses Drama bis zum Ende zu schauen. Warum? Weil er generell seine Charaktere sehr gut porträtieren kann. So locker wie er sein Handy im Anschlag hält, so locker scheint er in seine Figuren zu schlüpfen. Natürlich darf er hier auch ein arrogantes Arschloch, genauso wie ein sensibler Freund sein. Man nimmt es ihm ab, auch wenn man erst nicht versteht, wie Lee Kang Hoon dazu werden konnte, weil einem dieses Geheimnis, das Drama erst sehr viel später erfahren lässt. Aber wir wissen wer es mit verursacht hat und warum dieses Ärztedrama maßgeblich ein Rachedrama ist. Oder der Versuch einem anderen scheinbaren Übermenschen den Spiegel vorzuhalten und ihm in Erinnerung zu bringen, nein du bist nicht Supermann, du bist auch nur fehlbar und du hast einen Fehler gemacht, einen tötlichen Fehler. Lee Kang Hoon versucht alles sich selbst davor zu bewahren jemals zu versagen. Er ist und bleibt ein Besessener, der immer wieder versucht den schönen Dingen des Lebens, ja genau den Frauen, aus dem Weg zu gehen. Das hängt hauptsächlich mit dem Vertrauensverlust gegenüber seiner Mutter zusammen, von der er jahrelang vermutet hat sie hätte Ehebruch begangen und seine kleine Schwester hätte somit einen anderen Vater. Die Familienbande sind überhaupt sehr speziell, auch wenn seine Mutter ihm Zuhause ein Zimmer freihält, so wohnt er dort nicht. Es ist ihm peinlich, wenn sie auf seiner Arbeitsstelle vorbei kommt. Es macht ihn auch nervös, als seine kleiner Schwester in der Cafeteria des Krankenhauses einen Job an nimmt. Kang Hoon fällt es überhaupt sehr schwer, das „normale“ Leben zu ertragen, viel lieber sind im da seine Patienten, wenn sie für ihn auch nicht mehr zu sein scheinen, als Fälle, die er abarbeitet, das jedoch meistens mit Erfolg. Er beschäftigt sich auch gerne in der Forschung, denn viel lieber setzt er sich mit Versuchsreihen auseinander als mit seinen Kollegen. Yoo Ji Hye, mit ihrer manchmal sehr tapsigen Art und ihrer warmen Ausstrahlung jedoch schafft es ihn einerseits wütend und andererseits loslassen zu können. Ist ja nichts neues im K-Dramaland, das gerne Frauen als Medizin verschreibt, rezeptfrei versteht sich.

Fazit: Für einen Medizindrama-Fan, wie ich einer bin ist es durchaus empfehlenswert. Für alle anderen gilt, manches Medikament muss man erst ausprobieren um seine Wirkung zu erkennen.

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